Abo

Zwölf Hektar mit SolarzellenRhein-Energie baut PV-Anlage im Kölner Norden

2 min
Zentrale der Rhein-Energie am Parkgürtel in Ehrenfeld.  RheinEnergie AG   Foto:

Zentrale der Rhein-Energie am Parkgürtel in Ehrenfeld. 

Größtes innerstädtisches Solar-Kraftwerk wird zwölf Hektar groß. Grüner Strom für tausende Haushalte

Der städtische Kölner Versorger Rhein-Energie AG und das Spezialchemie-Unternehmen Deutsche Infineum haben die Verträge für den Bau einer 18-Megawatt-Freiflächen-Photovoltaikanlage auf dem Industriegelände von Infineum in Köln unterzeichnet.

Mit einer prognostizierten Jahreserzeugung von rund 18 Millionen Kilowattstunden Strom entsteht dort eine der größten Freiflächen-PV-Anlagen auf innerstädtischem Industriegelände in Deutschland. Die Inbetriebnahme ist für 2027 geplant, wie die Rhein-Energie am Donnerstag mitteilte.

25.300 Solarmodule auf zwölf Hektar

Auf einer Fläche von rund zwölf Hektar sollen etwa 25.300 Solarmodule mit einer Leistung von jeweils 710 Watt Leistung installiert werden. Die Anlage an der Neusser Landstraße soll jährlich genug Strom erzeugen, um den Bedarf mehrerer tausend Haushalte zu decken. Mit diesem Projekt leiste „Infineum einen erheblichen Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen am Produktionsstandort in Köln-Niehl – mit erheblichen CO2- Einsparungen im Vergleich zur konventionellen Stromversorgung“, wie die Unternehmen mitteilten.

„Mit dieser Anlage setzen wir gemeinsam mit Infineum ein starkes Signal für die Zukunftsfähigkeit des Industriestandorts Köln“, sagt Stephan Segbers, Vertriebsvorstand der RheinEnergie. “

Infineum ist Weltmarktführer in der Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Additiven für Schmieröle und Dieselkraftstoffe. Diese Hilfsstoffe verbessern Leistung, Haltbarkeit und Effizienz von Motorenölen sowohl in PKW, LKW als auch bei Schiffen. Das Unternehmen wurde 1999 als Joint Venture von Exxon-Mobil und Shell gegründet und hat in Köln rund 200 Mitarbeiter.

Obwohl das Unternehmen offiziell erst im Jahr 1999 entstand, greift es auf eine lange Tradition zurück, die bis in die 1930er Jahre mit der Entwicklung der ersten sogenannten Stockpunktverbesserer reicht. Das sind Zusätze, die Schmierstoffen, Heizölen oder Rohölen zugesetzt werden, um deren Fließfähigkeit bei niedrigen Temperaturen zu verbessern. Sie verhindern, dass das Öl bei Kälte stockt.