Für die fünf neuen Ahorn-Bäume wurden 40 Quadratmeter Asphalt entsiegelt. Sie sollen einer Überhitzung der Stadt entgegenwirken.
Gegen ÜberhitzungKölner Grün Stiftung pflanzt neue Bäume auf der Brüsseler Straße

Die Bäume wurden in spezielles Substrat gepflanzt, das Wasser länger speichern kann.
Copyright: Kölner Grün Stiftung/C. Belibasakis
Mit einer Spende von 75.000 Euro hat die Kölner Grün Stiftung am Donnerstag, 26. März, fünf neue Bäume auf der Brüsseler Straße einpflanzen lassen. Dafür wurden nach Angaben der Stiftung 40 Quadratmeter Asphalt entsiegelt. Die Bäume sollen auch dafür sorgen, dass sich die Stadt in den Sommermonaten nicht zu stark aufheizt.
„In den Anfangsjahren haben die Bäume eine geschätzte CO₂-Bindung von 50 bis 75 Kilogramm, die sich mit dem Kronenwachstum deutlich steigert“, so Beatrice Bülter, Vorstand der Kölner Grün Stiftung. Die Stämme der fünf Dreispitz-Ahorne haben derzeit einen Durchmesser von 20 bis 25 cm und sind etwa fünf Meter hoch.
Besondere Anforderungen bei Straßenbäumen
Die Kölner Grün Stiftung arbeitet nach eigenen Angaben eng mit den Ämtern der Stadt zusammen. Das städtische Grünflächenamt habe demnach im Vorfeld ein Konzept erarbeitet, mit dem mehr Grün in die Stadt gebracht werden soll. Dabei seien 150 Standorte in der Innenstadt als mögliche neue Standorte für Straßenbäume identifiziert worden.

Anton Bausinger (Inhaber des Bauunternehmens Friedrich Wassermann), Beatrice Bülter (Vorstand der Kölner Grün Stiftung), Markus Becker (Brauerei Reissdorf) und Gerhard Stricker (Amt für Grün und Landschaftspflege).
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Mit der Umsetzung des Projekts hatte die Stiftung erstmals ein Tiefbauunternehmen beauftragt. Grund dafür seien die besonderen Anforderungen bei Standorten im Straßenbereich. „Gerade in der Innenstadt liegen viele Leitungen und erschweren die Anpflanzung“, heißt es in einer Mitteilung. Zudem seien spezielle Substrate eingesetzt worden, die Wasser länger speichern können.
Die Kölner Grün Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, Spender für neue Bäume in der Innenstadt zu suchen, um der Überhitzung während der Sommermonate entgegenzuwirken. Unter den Spendern ist unter anderem die Privatbrauerei Heinrich Reissdorf, die das Projekt mit 10.000 Euro unterstützt. Das Bauunternehmen Friedrich Wassermann bringt sich zudem mit einem kostenfreien Monitoring ein, durch das Prozesse wie das Zusammenführen verschiedener Ämter in Zukunft beschleunigt werden sollen. (lba)

