Der KVB-Streik geht am Montag weiter. Es sind nur einzelne Orte und Linien betroffen. Gleichzeitig gibt es auf einer Zugstrecke überraschende Bauarbeiten.
Verkehr in KölnKVB streikt weiter – Bahnstrecke überraschend gesperrt

Eine mit Streik-Plakaten beklebte Straßenbahn der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) steht vor dem Bahndepot. (Archivbild)
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Warnstreiks im kommunalen Nahverkehr führen auch am Montag in Köln und der Region zu Einschränkungen bei Bus und Bahnen. Die Gewerkschaft Verdi hat in ausgewählten Betriebshöfen von etlichen Nahverkehrsbetrieben Mitarbeiter zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen, wie eine Sprecherin sagte. Dazu gehört in Köln der Betriebshof Nord.
Auch der Stadtbahnbetrieb wird nach Angaben der KVB „vereinzelt“ bestreikt. Auf ihrer Internetseite geben die Betriebe eine genaue Übersicht dazu, welche Linien eingeschränkt fahren und welche gar nicht.
- Folgende Linien fahren mit eingeschränktem Fahrplan:120, 122, 127, 136, 145, 151, 152, 155 und 157.
- Folgende Linien entfallen komplett:121, 124, 125, 126, 133, 139, 140, 141, 142, 143, 147, 148, 149, 150, 153, 159, 171, 179 und 196.
Hier gelten die Tickets trotzdem
Die KVB empfiehlt, die Zugverbindungen vor Fahrtantritt zu überprüfen. Tipp für die Fahrplanauskunft: In der Fahrplanauskunft die Zieladresse statt einer Haltestelle eingeben, dann werden auch alternative Verbindungen in der Nähe angezeigt.
Außerdem können Kundinnen und Kunden innerhalb des Gültigkeitsbereichs ihres Tickets die Züge der Deutschen Bahn, der Mittelrheinbahn und anderer Eisenbahnverkehrsunternehmen nutzen (S-Bahn, Regionalbahn (RB) und Regionalexpress). Diese sind nicht durch den Streik der Gewerkschaft betroffen.
Insgesamt gibt es am Montag nach Angaben eines Verdi-Sprechers Aufrufe zur Arbeitsniederlegung in 19 NRW-Betrieben. Darunter seien neben Köln noch Unternehmen in Wuppertal, Mönchengladbach, Krefeld, Castrop-Rauxel, Herne, Bottrop, Oberhausen, Dortmund, Bielefeld betroffen.
KVB tagelang bestreikt – Ab Dienstag keine Warnstreiks mehr geplant
Auslöser für die Warnstreiks, die schon in den vergangenen Tagen den Nahverkehr in Köln und anderen Städten betrafen, ist der Tarifkonflikt im kommunalen Nahverkehr. Dabei geht es um die Arbeitsbedingungen von etwa 30.000 Beschäftigten in rund 30 Nahverkehrsbetrieben in NRW. In zwei Verhandlungsrunden ist bislang keine Einigung erzielt worden.
Die dritte Tarifrunde beginnt am Dienstag (24. März) und ist für mehrere Tage angesetzt. Während der Verhandlungen sind keine Warnstreiks geplant.
Baustellen und Sperrungen auf Zugstrecken rund um Köln
Allerdings macht auch der Verkehr im Umland von Köln Probleme. Während die Bahnstrecke Köln–Wuppertal–Hagen ohnehin bis in den Juli gesperrt ist, werden wegen Bauarbeiten nun auch zwischen Köln und Bergisch-Gladbach Ersatzbusse eingesetzt. Rund 15.000 Pendler auf der Linie S11 sind betroffen.
Am Sonntag kam überraschend eine weitere Baustelle hinzu. So ist die Strecke von Köln-Mülheim nach Leverkusen Mitte laut zuginfo.nrw beeinträchtigt. Wegen Bauarbeiten soll die Strecke bis Dienstagmorgen gesperrt bleiben (6 Uhr). Die S-Bahnen werden demnach ohne Zwischenhalt umgeleitet (red/dpa).

