Nach Dubai zu reisen, hält Paula Lambert für verwerflich. Als ihre Kollegin Amira Aly im Podcast „Iced Macho Latte“ zugibt, selbst „sehr selten“ dort Urlaub zu machen, ist die Moderatorin entsetzt - sehr zur Verwunderung ihres Gegenübers.
Amira Aly wird von Podcast-Partnerin für Dubai-Urlaub kritisiert„Das geht gar nicht!“

Für ihre Einstellung zu Dubai-Reisen muss Amira Aly im Podcast „Iced Macho Latte“ herbe Kritik einstecken. (Bild: 2025 Getty Images for ABOUT YOU Fashion Week/Sebastian Reuter)
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Dass nach den Angriffen durch den Iran zahlreiche nach Dubai ausgewanderte Influencer positiv über die Lage im Land sprechen, macht Amira Aly stutzig. „Alle haben das Gleiche gesagt: 'Ich fühle mich sicher, Dubai hat ein super Abwehrsystem, Dubai wird ja nicht direkt attackiert, ich vertraue Dubai und der Regierung ...'“, zählt die Moderatorin in ihrem Podcast „Iced Macho Latte“ auf. Sie findet: „Das ist wirklich ziemlich auffällig gewesen, so sehr, dass man schon vermutet, dass die einen kleinen Maulkorb bekommen haben.“
Ihre Podcast-Partnerin Paula Lambert betont: „Man lebt halt nicht in einer Diktatur, ohne dass es Konsequenzen hat.“ In ihren Augen seien Reisen oder gar ein Umzug nach Dubai ohnehin verwerflich: „Wenn man Ally ist für die LGBTQ+-Community, dann kannst du gar nicht nach Dubai. Das geht einfach nicht.“
„Sehr selten, Amira?!“
Zudem, ergänzt Aly, werde in Dubai jegliches Delikt „sehr hart bestraft“. Verbrechen gebe es vor Ort dennoch, sagt die 33-Jährige - und unterbricht sich: „Jetzt muss ich aufpassen - nicht, dass ich hier gebannt werde und bei der nächsten Dubai-Reise in den Knast gehe.“ Als Lambert sie darauf hinweist, dass manche Länder in derartigen Fällen sogar Einreiseverbote verhängen würden, lacht Aly: „Dann schneiden wir das lieber raus - weil Urlaub ist ja schon ab und zu mal gut!“
„Aber doch nicht in Dubai“, entrüstet sich Lambert. Sie findet: „Man kann in Dubai keinen Urlaub machen!“ Das tue Amira Aly ohnehin „sehr, sehr selten“, erklärt diese: „Nur in äußersten Notfällen.“ Das lässt ihr Gegenüber jedoch nicht gelten. „Sehr selten, Amira?!“, fragt Lambert entsetzt. „Ganz ehrlich? Das geht gar nicht!“
„Hä?“, ist Amira Aly ob der scharfen Kritik verwirrt. „Jeder fährt dort trotzdem hin und macht dort Urlaub. Es ist halt einfach eine Wettergarantie und keine große Zeitumstellung.“ Sie vermeide es dennoch möglichst, nach Dubai zu reisen - auch, weil das Land sie „wirklich gar nicht“ reize.
„Das ist das Gleiche wie mit Fleischessern und Veganern“
„Gerade in der Wahl der Urlaubsgegenden - auch Reisen in die USA und so weiter - da kann man schon eine Menge machen. Wir sind nicht machtlos“, wettert Lambert indessen weiter. „Wir können mit unseren Entscheidungen durchaus sagen: Das wollen wir, und das unterstützen wir jetzt nicht mehr.“ Aly sieht das anders: „Das ist das Gleiche wie mit Fleischessern und Veganern“, glaubt sie, „das läuft ja trotzdem weiter.“
Dies sei nur der Fall, weil niemand seinen eigenen Beitrag für wichtig genug halte, moniert Lambert. Ihre Kollegin hingegen erklärt, auch in die USA weiterhin reisen zu wollen. „Hatet mich dafür oder verachtet mich oder verurteilt mich. Aber ich werde jetzt nicht nur, weil ich das, was Trump macht, nicht gut oder okay finde, sagen: Ich reise nie wieder in die USA ein“, stellt Amira Aly klar.
Ohnehin sei die Diskussion „viel zu politisch“, befürchtet die Österreicherin. „Dafür kenne ich mich wirklich nicht gut genug aus.“ In den Augen der Öffentlichkeit könne sie in diesem Zusammenhang „sowieso nur Falsches sagen“. (tsch)
