CDU-Politiker Laschet verteidigt den Dialog mit Reza Pahlavi und sieht in ihm eine mögliche Übergangsfigur für den Iran.
„Sehr abgewogener Mensch“Armin Laschet verteidigt Treffen mit dem iranischen Schah-Sohn

Für Laschet ist der Schah-Sohn ein «abgewogener Mensch». (Archivbild)
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Armin Laschet, ein Außenpolitiker der CDU, rechtfertigt die vorgesehenen politischen Dialoge in Berlin mit Reza Pahlavi, dem Sohn des Schahs. „Er ist das einzige Oppositionsgesicht, das man kennt. Und für viele Iraner ist das halt die Alternative erst einmal zum Mullah-Regime“, äußerte der CDU-Politiker im „Morgenmagazin“ der ARD. Laschet, welcher Pahlavi schon in München begegnet ist, ergänzte: „Er selbst (...) sieht sich so als Übergang, auch nicht als dauerhafter Herrscher, auch nicht als neuer Schah.“ Pahlavi sei eine wichtige Kontaktperson, die Auskunft über die Situation in Iran geben könne.
Laschet, der dem Auswärtigen Ausschuss des Bundestages vorsteht, zeigte sich überzeugt, dass Pahlavi eine wesentliche Rolle einnehmen könne. „Ich bin überzeugt, dass er eine Person sein kann, die einen Übergang leitet“, sagte der CDU-Politiker. Er hob hervor, dass Pahlavi keine Verbindung zur Herrschaftsform seines Vaters habe, welche beinahe vier Jahrzehnte vergangen sei. Über Pahlavi urteilt Laschet: „Er ist ein sehr abgewogener Mensch.“
Pahlavis Termin in der Bundespressekonferenz
Die Kernfrage sei, wer den Übergangsprozess anstoßen solle – „wenn das Regime wirklich stürzen würde – was ich im Moment schwieriger ansehe als zu Beginn des Jahres“ –, so Laschet. Nach seiner Einschätzung könnten sich zahlreiche Personen auf den Sohn des Schahs als Konsenskandidat einigen.
Der im Exil lebende iranische Politiker beabsichtigt, sich vormittags bei der Bundespressekonferenz zur gegenwärtigen Situation in Iran zu äußern. Begegnungen mit Vertretern der Bundesregierung sind nicht vorgesehen. Der 60-Jährige wird stattdessen von Laschet sowie von außenpolitischen Sprechern weiterer Fraktionen in Empfang genommen.
Umstrittener Besuch in Berlin
Für monarchistische Kreise gilt Pahlavi, der seit Dekaden im Exil weilt, als die politische Führungsfigur der Opposition in Iran. Das Ausmaß seiner tatsächlichen Unterstützung innerhalb der Bevölkerung Irans ist allerdings ungewiss. Pahlavi hatte bei Einsetzen der Massenproteste in Iran im Januar einen Regierungswechsel verlangt und die Sicherheitsapparate des Staates zur Fahnenflucht aufgefordert.
Pahlavi sah sich Kritik ausgesetzt von Segmenten der iranischen Gemeinschaft, sowohl in Iran als auch international, wegen seiner Billigung des Konflikts zwischen den USA und Israel, der ebenso die Zivilbevölkerung des Landes beeinträchtigt. Für Berlin waren anlässlich seiner Visite Kundgebungen angekündigt, die sich sowohl für als auch gegen ihn richteten. (dpa/bearbeitet durch Gemini 2.5 Pro)
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