Armin Laschet ist ein Fan von E-Scootern. Jetzt hat er sich bei einem Unfall in Berlin eine Verletzung zugezogen.
Ex-MinisterpräsidentArmin Laschet bricht sich die Schulter – Unfall mit E-Scooter

Armin Laschet auf dem E-Scooter unterwegs durch Berlin. Das Bild wurde 2023 aufgenommen.
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Der frühere NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat sich bei einem Unfall mit einem E-Scooter in Berlin an der Schulter verletzt. Das bestätigte der CDU-Politiker dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ auf Anfrage. Auf die Frage, ob er sich zum Unfallhergang äußern wolle, reagierte Laschet mit einem „Zwinkersmiley“ und erklärte: „Nein.“
Laschet war 2021 bei dem Versuch, Bundeskanzler zu werden, gegen Olaf Scholz gescheitert und arbeitet seitdem als Bundestagsabgeordneter in Berlin. In der Hauptstadt hatte er den E-Scooter als effektives Fortbewegungsmittel für sich entdeckt. Im Regierungsviertel sah man ihn oft auf einem Miet-Roller zwischen CDU-Zentrale und Bundestag pendeln. Auf einigen Fotos sieht man, wie der Politiker aus Aachen auf dem Gefährt unterwegs ist.
Steigende Unfallzahlen in NRW
Das Fahren mit dem E-Scooter gilt als riskant. In NRW waren 2025 rund 3900 Menschen mit dem Roller verunglückt – die Polizei registrierte einen Anstieg von rund 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Angesichts dieser Entwicklung müsse man sich fragen, ob nicht ein „Mindestmaß an Regelkenntnissen“ für die Nutzung von E-Scootern vorausgesetzt werden müsse, sagte NRW-Verkehrsminister Herbert Reul (CDU) bei der Vorstellung der Unfallstatistik im März. Viele Fahrer würden die Gefahren der konstruktionsbedingt instabilen Fahrzeuge unterschätzen.
Wann der Unfall passiert ist, ist bislang nicht öffentlich bekannt. In Aachen war Laschet bei einem Termin im Zusammenhang mit der Karlspreisverleihung mit einer Armschlinge zu sehen.
In Berlin war es in der Vergangenheit zu einer kuriosen Szene gekommen. Sicherheitsleute hatten den auf dem E-Scooter fahrenden Laschet mit Verteidigungsminister Boris Pistorius verwechselt – und wollten ihn zum Umstieg in den gepanzerten Dienstwagen bewegen. Am Ende durfte Laschet auf dem Roller weiterfahren.
Ungewöhnlicher Zwischenfall im Portugalurlaub
Laschet war von 2017 bis 2021 Ministerpräsident von NRW. In seiner Zeit als NRW-Integrationsminister im Kabinett von Jürgen Rüttgers hatte es 2006 einen ungewöhnlichen Zwischenfall gegeben. In seinem Portugalurlaub stürzte er mit dem Handy in den Hotelpool, als er mit seiner Pressesprecherin in Düsseldorf telefoniert hatte. Damals verletzte sich Laschet nicht.
Die Heilung von Schulterverletzungen gilt als langwierig. Laschet sagte dem Sender RTL, es gehe ihm den „Umständen entsprechend“ gut. Ein Krankenhausaufenthalt sei nicht erforderlich. Laschet ist der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag. Zuletzt hatte er sich zum Krieg im Iran geäußert und freie Seewege gefordert.

