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Trumps Zollpolitik gescheitertExpertin: Maßnahmen heizen Inflation an und schaden den USA

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US-Präsident Trump

(Archivbild)

Eine Untersuchung ein Jahr nach Beginn von Trumps Zoll-Kampagne kommt zu dem Schluss, dass die USA anstelle von Profiten hauptsächlich mit gestiegenen Ausgaben konfrontiert sind.

Ein Jahr, nachdem der damalige amerikanische Präsident Donald Trump eine weitreichende Zollkampagne bekannt gab, fällt die Bilanz einer Fachfrau ungünstig aus. Laut einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist die Strategie hinter den Aktionen nach Einschätzung der US-Spezialistin Laura von Daniels gescheitert. Die Politökonomin von der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) erklärte: „Bei den Konsumenten und den meisten Unternehmen in den USA sorgen die Zölle für höhere Kosten“.

Gemeinsam mit den Energiepreisen, die aufgrund des Konflikts mit dem Iran ansteigen, befeuern die Abgaben laut der Spezialistin die Inflation zusätzlich. Von der Zusage Trumps, die Kosten für den Lebensunterhalt zu senken, sei fast nichts geblieben. Auch das Versprechen signifikanter Zusatzeinnahmen durch Zölle, um die finanzielle Situation der USA zu verbessern, wurde nicht erfüllt.

Unnötige Probleme durch Trump selbst verursacht

Von Daniels hob hervor: „Trump hat durch seine Steuerreform das Haushaltsdefizit vergrößert. Nun drohen außerdem der Iran-Krieg und weitere Militärmaßnahmen noch weitere Löcher in den Staatshaushalt zu reißen“. Der wesentliche Nachteil für die amerikanische Ökonomie resultiere allerdings aus der Verunsicherung, die Trumps Vorgehen bei den Akteuren am Markt erzeuge. „All diese Probleme hat Trump - ohne Not - selbst geschaffen.“

In einer derart angespannten geopolitischen Situation sei zudem mit zusätzlichen, schwer abschätzbaren Gefahren zu rechnen, beispielsweise Turbulenzen an den Energiemärkten oder Ausfälle in den Lieferketten für wichtige Güter. Laut dpa äußerte von Daniels: „Das macht es noch unbegreiflicher, warum man mit der ganzen Welt einen Zollkrieg anzettelt“.

Rückblick auf den „Liberation Day“

Exakt vor einem Jahr verkündete Trump am sogenannten „Liberation Day“, auch als „Tag der Befreiung“ bekannt, erhebliche Sonderabgaben auf Produkte aus einer Vielzahl von Staaten. Diese offensive Handelspolitik stellt einen zentralen Bestandteil seiner zweiten Amtsperiode dar. Inzwischen hat der Supreme Court, das oberste US-Gericht, geurteilt, dass zahlreiche seiner Zölle in der bestehenden Form nicht rechtens sind. (red)

Der Richterspruch des Supreme Court habe Trumps Zollstrategie zwar gebremst, könne diese aber nicht stoppen, meint von Daniels. Trump habe, wie er es zuvor angekündigt hatte, direkt im Anschluss an die Entscheidung neue Abgaben eingeführt. Die amerikanische Administration prüfe bereits weitere handelspolitische Schritte. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.