Unangenehme Pickel am Po nach dem Radfahren? Eine Expertin erklärt, was dagegen hilft und wie man vorbeugen kann.
Pickel vom RadfahrenWas dagegen hilft und wann Sie dringend zum Arzt müssen

Schont den Po: Gepolsterte Radsporthose, passender Sattel und Pflege helfen dabei, dass die Radtour nicht schmerzhaft endet.
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Hautunreinheiten am Gesäß sind für Betroffene oft unangenehm, besonders wenn sie beim Sitzen Schmerzen verursachen. Eine häufige Ursache für die Pusteln ist das Fahrradfahren. Das Zusammenspiel von Transpiration, anliegender Kleidung, Reibung und Keimen kann zu verstopften Talgdrüsen führen. Daraus können sich Entzündungen der Haarfollikel entwickeln, was den Beginn von Pickeln markiert.
Sollten die Pusteln starke Schmerzen bereiten, empfiehlt die Chirurgin Katja Staade im Magazin „Apotheken Umschau“ eine Unterbrechung des Radfahrens für wenigstens ein bis zwei Tage. Von Bedeutung ist darüber hinaus, die betroffene Hautpartie möglichst trocken zu halten. Ein Ausdrücken der Hautunreinheiten sollte unterlassen werden, da dies den entzündlichen Prozess verschärfen kann.
Alarmsignale für eine Eiterbeule
Katja Staade gibt folgenden Rat: „Schwillt die Stelle stark an, wird sehr rot, pocht oder kommt sogar Fieber hinzu, kann ein Abszess dahinterstecken. Dann sofort ärztliche Hilfe suchen“. Ein Abszess ist eine verkapselte Ansammlung von Eiter im Gewebe. Diese muss in der Regel durch medizinisches Fachpersonal geöffnet werden.
Wie man Pickeln am Gesäß vorbeugen kann
Es gibt mehrere Maßnahmen, die Radfahrende ergreifen können, um bei der nächsten Fahrt Pickel am Gesäß zu vermeiden. Spezielle Radhosen mit einer Polsterung reduzieren die Reibung. Dies gilt insbesondere, wenn auf das Tragen von Unterbekleidung verzichtet wird.
Personen, die wiederholt unter Pusteln am Gesäß leiden, können laut Staades Empfehlung die Haut vor der Fahrt dünn mit einer Salbe mit Panthenol pflegen. Verfügbar sind zudem besondere Cremes für den Radsport. Diese enthalten beispielsweise Bio-Öle, Sheabutter sowie Bienenwachs und sollen ebenfalls das Scheuern zwischen Haut und Bekleidung minimieren.
Auch der Fahrradsattel kann ein Grund für die Beschwerden sein und sollte daher überprüft und bei Bedarf ausgetauscht werden. Laut ADAC ist für die Auswahl eines geeigneten Sattels die Distanz der Sitzbeinhöcker maßgeblich. Um diese zu ermitteln, kann man sich auf ein Stück gewellten Karton setzen, worauf die Knochen Abdrücke hinterlassen. Dieser Karton kann als Vorlage für eine Beratung im Fachhandel dienen. (dpa/red)
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