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Sorge um RadfahrendeCDU beklagt gefährliche Verkehrsführung in Sindorf

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In Kerpen-Sindorf wird der Radweg an der Erftstraße kurz vor einem Zebrastreifen auf die Straße geführt.

In Kerpen-Sindorf wird der Radweg an der Erftstraße kurz vor einem Zebrastreifen auf die Straße geführt.

Radfahrer werden an der Erftstraße vom Radweg auf die Straße geleitet, die dort besonders schmal ist. Dies hatte schon der ADFC bemängelt.

Die CDU-Fraktion sorgt sich um die Sicherheit der Radfahrer auf der Erftstraße in Kerpen-Sindorf. Im Bereich von Hausnummer 116 werde der Radverkehr in Fahrtrichtung Horrem vom gemeinsamen Geh- und Radweg unmittelbar in den fließenden Verkehr geführt, ohne dass eine ausreichende verkehrliche Sicherung erfolge. Die Situation werde zusätzlich dadurch verschärft, weil die Fahrbahn dort verengt werde. 

Die CDU im Kerpener Stadtrat hat daher den Antrag gestellt, die Stadtverwaltung zu beauftragen, unverzüglich Kontakt mit Straßen NRW aufzunehmen, um die Verkehrssituation im Abschnitt zwischen dem Kreisverkehr Erftstraße/Nordstraße und dem Kreisverkehr Erftstraße/Erftlandstraße gemeinsam zu überprüfen und geeignete Maßnahmen abzustimmen, um die Gefahren für für alle Verkehrsteilnehmenden zu verringern.

Kerpen: Schon der ADFC hatte die Situation als gefährlich eingestuft

Aus Sicht der Christdemokraten ist die Teilung der Fahrbahn an dieser Stelle auf der Erftstraße aus verkehrlicher Sicht nicht mehr zeitgemäß. Der gesetzlich vorgeschriebene Mindestabstand zwischen Kraftfahrzeugen und Radfahrenden könne faktisch nicht eingehalten werden. Innerorts müssen anderthalb Meter gewährleistet sein, außerhalb geschlossener Ortschaften sogar zwei.

Radfahrende müssten unvermittelt in den fließenden Verkehr einschwenken, wodurch Auto- und Lkw-Fahrer überrascht würden. Bereits in der Vergangenheit habe der ADFC die Situation als verkehrsgefährdend bewertet, was den dringenden Handlungsbedarf zusätzlich unterstreiche. Dies schreibt die CDU-Fraktion Bürgermeistermeister Thomas Jurczyk (SPD).

Zwar handele es sich bei der Erftstraße um eine Landstraße, jedoch verlaufe sie innerhalb einer geschlossenen Ortschaft. Während Straßen NRW für die Fahrbahn zuständig sei, liege die Verantwortung „für die Nebenanlagen“, also den Radweg, bei der Stadt Kerpen. Daher sind nach Auffassung der CDU beide Behörden gefragt. (jtü)