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Zwei SitzungenEine jecke Veranstaltung reicht den Marmagenern nicht

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Das BIld zeigt die beiden Obengenannten während ihres Auftritts auf der Bühne in Marmagen.

Mit Krätzchen und in einer XXL-Hose für zwei überzeugten Andrea Becker und Dieter Knoll.

Stimmung pur bei den „Löstig Jonge“: In Marmagen feierten die Jecken mit Tanz, Musik, Büttenreden und viel Lokalkolorit.

Fast im Wochenrhythmus sorgen die Karnevalisten der Löstig Jonge für Stimmung im Saal der Gaststätte „An Justav“. Nach der Proklamation stand nun die erste der beiden Sitzungen auf dem Programm. Denn aufgrund der großen Nachfrage für die Veranstaltung am Karnevalssamstag hatten die Marmagener Jecken einen zweiten Termin anberaumt, der ebenfalls gut besucht war.

Tanz, Reden und Musik sind die traditionellen Bestandteile der Sitzung – und viele Elemente kommen aus dem Dorf selbst. So stand den Jonge als Saalorchester das Blasorchester Marmagen zur Verfügung, das die musikalische Gestaltung übernahm.

Gardetanz der Roten Funken eröffnet die Sitzung

Eröffnet wurde die Veranstaltung von dem Gardetanz der Roten Funken, bevor Janina Schmitz mit ihrer Büttenrede Marmagener Insiderwissen zum Besten gab. Als Magd, die sich auf den Bauernhöfen im Ort verdingt, wusste sie so einiges zu berichten.

Sich selbst machte das Synchrontanzpaar Jasmin Stabel und Jasmin Finke mit dem Auftritt ein Geschenk, denn Stabel feierte an dem Tag ihren Geburtstag. Sitzungspräsident Florian Milz, der kurzfristig   für den erkrankten Daniel Milz eingesprungen war, konnte das Männerballett Dancing Daddys aus Wahlen auf die Bühne bitten.

Krätzchen und Reimkultur begeistern die Jecke in Marmagen

Mit Trommel, Blasorchester und „Highland Cathedral“ (das die Jecken als „Du bess die Stadt“ kennen) spielte sich der   Prinz Sascha I. nach der Pause in den Saal. Mit ihrem zweiten Auftritt zeigten die Roten Funken, dass sie auch Showtanz beherrschen und nahmen das Publikum mit ins Weltall. Ebenfalls Showtanz bot eine Gruppe zum Thema Fußball-WM.

Krätzchen sind die Domäne von Andrea Becker und Dieter Knoll, die  diesmal in einer gemeinsamen XXL-Hose auf die Bühne kamen. Eine Hose für zwei sei eine Sparmaßnahme aufgrund der hohen Inflation. Sie schilderten auch, welche Herausforderungen zu bewältigen seien: Beim Einsteigen in den Bus, auf der Toilette, nicht zuletzt am Arbeitsplatz. Und bei Hufschmied Knoll sei es ihr an der Esse doch sehr warm geworden, schilderte Becker. Den Text hatte Kethi Förster in sauberstem Marmagener Platt und in Reimform zusammengestellt.

Da durch das Fehlen von Daniel Milz kurzfristig ein Programmpunkt entfallen war, machten die Jonge aus der Not eine Tugend und animierten das Publikum zum Mitsingen. Den Abschluss besorgte das neu gegründete Männerballett.