Für gut zwei Wochen verwandelt sich der Zülpicher Park am Wallgraben wieder allabendlich in ein farbenfrohes Lichtspektakel.
Attraktion in Zülpich„Leuchtende Gärten“ kehren an den Wallgraben zurück

Bedrohliche Drachen und schillernde Gestalten empfangen die Besucher in den „Leuchtenden Gärten“.
Copyright: Cedric Arndt
In den meisten Fällen ist gutes Wetter mit Sonnenschein eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiche Open-Air-Veranstaltungen im Zülpicher Seepark. Ab Freitag dürfen sich Besucherinnen und Besucher jedoch über ein Wiedersehen mit einem beliebten Event freuen, dass seine ganze Pracht erst nach Sonnenuntergang in vollem Umfang entfaltet.
Nach vier Jahren Pause kehren die „Leuchtenden Gärten“ zurück und bieten endlich wieder die Möglichkeit, in eine märchenhafte Welt der Lichter abzutauchen. Wie zur Anfangszeit finden sie wieder im Park am Wallgraben statt, nachdem sie zwischenzeitlich an den Wassersportsee umgezogen waren.

Stellten die Attraktion vor: Benedikt Trenz (v.l.) vom Seeparkteam, Lichttechniker Justus Rittmeyer und Bürgermeister Ulf Hürtgen
Copyright: Cedric Arndt
„Die vergangenen Wochen waren für uns alle sehr spannend, da sich seit den letzten ‚Leuchtenden Gärten‘ vieles verändert hat“, berichtete Jan Blatzheim vom Seeparkteam. „Damals waren wir innerhalb einer größeren Region noch die einzigen mit einer solchen Veranstaltung, heute ist das Angebot deutlich gewachsen.“
Das sei mit ein Grund, warum nach drei Jahren Pause der Neustart der Reihe in die Frühlingsmonate verlegt wurde. Anders als im Herbst könne nun auch das Farbenspiel der blühenden Pflanzen in die bunten Illuminationen integriert werden. Einen ersten Einblick in die Fantasiewelten bekamen einige Besucherinnen und Besucher bereits am Mittwochabend.
Zwei mächtige Drachen empfangen die Besucher
Gleich am Eingang wurden sie von zwei mächtigen Drachen empfangen, die mit ihrem Gebrüll immer mal für kurzes Erschrecken bei den Gästen sorgten. Schon bei Tageslicht imposant, wirkten sie im Dunkeln mit ihren rotleuchtenden Augen noch schauriger – besonders vor den mächtigen Burgmauern im Hintergrund, die dank passender Lichttechnik aussahen, als stünden sie in einem von den Drachen entfachten Flammenmeer.
„Bei unserer Arbeit als Lichttechniker verlassen wir uns ungern auf große Planungen im Vorfeld“, erzählte Justus Rittmeyer, Betriebsleiter der verantwortlichen Lichtkünstlerfirma „World of Lights“. „Wir lassen uns lieber bei unseren ersten Besuchen durch die Gegebenheiten vor Ort inspirieren und schauen dann, was am besten passt, um die gewünschten Effekte zu erzielen.“
Lichtertunnel erstrahlt in wechselnden Farben
Ein persönliches Highlight für den Lichttechniker, der auch schon vor der Veranstaltungspause an den „Leuchtenden Gärten“ im Zülpicher Park am Wallgraben mitgewirkt hatte, ist der Lichtertunnel im Herzen der Anlage. Mit rund 9000 LED-Leuchten, die computergesteuert in wechselnden Farben erstrahlen, ist er ein besonderer Hingucker dar.

Das alte Stadttor zeigt sich in neuem Licht.
Copyright: Cedric Arndt
„Das Schöne an dem Gelände ist auch der abschüssige Teil gleich zu Beginn. Von oben hat man einen guten Überblick, und auf dem Weg zurück bietet sich noch mal ein ganz neues Bild.“ So präsentiert sich der Wallgrabenpark in den nächsten Wochen mit zwei Gesichtern. Dazu kommen viele weitere Details und Skulpturen, die dank der stimmungsvollen Beleuchtung ein Eigenleben zu entwickeln scheinen.
In Schwarzlicht getauchte Abbildungen der Tierwelt zu Land und zu Wasser vermitteln einen lebendigen Eindruck, als könne einer der mächtige Oktopoden im nächsten Augenblick aus seinem Versteck ausbrechen, um auf die Jagd zu gehen. Gleichzeitig vermittelt die Darstellung des Mondes, die mehrere Meter Durchmesser hat, die tiefe Ruhe der unendlichen Weiten des Weltalls.
Rund acht Kilometer Kabel musste das Team verlegen
Orte wie das Weiertor, der Kirchengarten oder auch der Garten der Begegnung bieten den Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, bekannte Plätze im wahrsten Sinne des Wortes in neuem Licht zu sehen. Beim Schattenspiel können auf einer großen Leinwand eigene vergängliche Kunstwerke geschaffen werden.
Rund 600 Scheinwerfer kommen neben den 9000 LEDs vom Lichtertunnel und den selbstleuchtenden Objekten zum Einsatz, um den Wallgrabenpark erstrahlen zu lassen. Dafür musste das Projektteam rund acht Kilometer Kabel verlegen. Bis kurz vor der offiziellen Eröffnung liefen die letzten Vorbereitungen auf Hochtouren.
Von Arbeit sollen die Gäste ab Freitag jedoch nichts mehr mitbekommen, sondern sich nur noch an den Effekte freuen, so Jan Blatzheim. „Unser gastronomisches Angebot ist an allen Tagen geöffnet, und an den Wochenenden laden die Mitglieder der Hovener Jung-Karnevalisten (HJK) und der Caritas Besucher ein, sich das Weiertor und den Garten der Begegnung anzuschauen.“
Abgerundet wird das funkelnde Spektakel durch Walking Acts wie die aus dem Eiserfeyer Lichterzug bekannten Leuchtkostüme, eine Feuershow und Lichtakrobatik mit dem Künstlerpaar Katrin und René Albert. www.seepark-zuelpich.de /leuchtendegaerten-2026
Geöffnet ist bis Mitternacht
Die „Leuchtenden Gärten“ sind von Freitag, 10. April, bis Sonntag, 26. April, jeden Tag zwischen 19.30 Uhr und 24 Uhr für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Tagestickets für Erwachsene (ab 14 Jahre) sind für 11 Euro erhältlich (mit einer Dauerkarte für den Seepark 8 Euro). Kinder ab sechs Jahren zahlen 5,50 Euro (mit Dauerkarte 4 Euro).
Zudem ist eine Leuchtpass genannte Dauerkarte, die an allen Veranstaltungstagen Zugang zum Park gestattet, für Erwachsene ab 30 Euro und für Kinder ab 15 Euro erhältlich.

