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Vorbereitungen laufenUmbauarbeiten am Leichlinger Bahnhof stehen kurz bevor

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Ab dem Sommer wird der Leichlinger Bahnhof deutlich anders aussehen.

Ab dem Sommer wird der Leichlinger Bahnhof deutlich anders aussehen.

Die Fachleute vermessen nach Auskunft der Stadt alles für die bevorstehenden Arbeiten.

Bald geht es los mit der Umgestaltung des Leichlinger Bahnhofsvorplatzes. Wie die Stadtverwaltung auf Anfrage des „Leverkusener Anzeiger“ mitteilt, werde derzeit die Hochstraße hinter der Einmündung Bockstiege in Richtung Bahnhof gemacht.

Und dann ist der Bahnhofsvorplatz dran. Die Fachleute vermessen nach Auskunft der Stadt dafür derzeit alles. Die Politik hatte beschlossen, die derzeit laufende Großsanierung der Strecke Hagen–Wuppertal–Köln, in deren Folge bis zum 10. Juli kein Zug am Leichlinger Bahnhof halten wird, dafür zu nutzen, das Umfeld neu zu gestalten.

Unter anderem soll der Platz eine neue Asphaltdecke bekommen, die besser für die Belastung durch Gelenkbusse geeignet ist. Die Arbeiten dafür werden wohl bis zum Ende der Generalsanierung, also bis Juli, abgeschlossen, so die Stadt. Das gilt ebenso für die neue Aus- und Zufahrt des Pendlerparkplatzes zur Landwehrstraße. Die Arbeiten bilden den Beginn der Maßnahmen, damit der Parkplatz in Teilen weiter genutzt werden kann. Auf dem zweiten Park-and-Ride-Platz auf der Landwehrstraße hat die Bahn ein Materiallager errichtet.

Schienenersatzverkehr: Derzeit hält kein Zug in der Blütenstadt.

Schienenersatzverkehr: Derzeit hält kein Zug in der Blütenstadt.

„Wahrscheinlich erst etwas später fertig“ werde die neue öffentliche WC-Anlage auf dem Vorplatz und die Busbuchten an der Landwehrstraße. Geplant für den Umbau ist zudem ein überdachter Fahrradunterstand. Die kreiseigene Mobilstation soll besser sichtbar und versetzt werden. Eine Stele am Gleiszugang soll auf sie hinweisen. Nach der Umgestaltung sollen Autos künftig rechts auf den Pendlerparkplatz abfahren und über die Ausfahrt auf die Landwehrstraße hinausfahren. Die Verkehrsführung der Busse bleibt gleich.

Alles in allem kostet die Umgestaltung rund zwei Millionen Euro, die Stadt übernimmt davon ein Viertel, der Rest wird gefördert. Die DB arbeitet bis Juli in Leichlingen vor allem an der Barrierefreiheit und am Erscheinungsbild des Bahnhofs. Zudem werden – wie auf der gesamten, zu sanierenden Strecke zwischen Hagen und Köln – Gleise, Weichen und Oberleitungen verbessert oder erneuert.

Dass am Leichlinger Bahnhof etwas gemacht werden müsse, findet ein Leser, der sich an die Redaktion gewandt hat. Der Verkehrsverband „Go Rheinland“ hatte bei seinem jüngsten Stationsbericht den Bahnhof mit ordentlichen Noten bewertet. „Dem muss ich widersprechen“, schreibt der Leser. Er beklagt das zu kurze Dach, wodurch auch der Fahrkartenautomat im Freien stehe. „Wenn die Regentropfen auf das Glas des Displays fallen, ist die Schrift nicht lesbar. Also ist es unmöglich, eine Fahrkarte zu kaufen“, behauptet er. Zudem seien die Treppenstufen zu kurz, ein Mangel in Sachen Barrierefreiheit, und der Durchgang zum Westen Leichlingens fehle.

Während bis Juli keine Bahnen mehr in Leichlingen fahren, sollen ÖPNV-Nutzerinnen und -Nutzer mit Schienenersatzverkehrsbussen befördert werden. Mit dem Zustand der dafür provisorisch angelegten Bushaltestelle Büscherhofen an der Opladener Straße zeigt sich die SPD nicht zufrieden. Die Linie 278 halte dort und „Fahrgäste müssen für den Buseinstieg über den Grünstreifen treten“, so die Sozialdemokraten. Und wenn das Grün nass sei, bestehe die Gefahr, auszurutschen. „Auch ist generell kein barrierefreier Ein- und Ausstieg möglich.“ Die SPD hofft darauf, dass die Haltestelle kurzfristig ertüchtigt werde, schreibt sie an den Bürgermeister.