Abo

FotoausstellungDer Leverkusener Fotoclub zeigt neue Bilder in Opladen

3 min
Bayer-Fotoclub: Jürgen Neumann (rechts),  Carsten Nichte und Lars Klein bereiten die Ausstellung vor.

Bayer-Fotoclub: Jürgen Neumann (rechts), Carsten Nichte und Lars Klein bereiten die Ausstellung in den Räumen des Clubs vor.

Eröffnung am Freitag: Der Verein hat seine Räume im ehemaligen Oka-Kaufhaus an der Düsseldorfer Straße.

Der Bayer Fotoclub, der heute den komplizierten Namen VFkB (Verein zur Förderung künstlerischer Bildmedien Bayer Leverkusen) trägt, lädt für Freitag, 20. März, zur Vernissage in seine Vereinsräume im Opladener Zentrum ein.

Das ist eine gute Gelegenheit für Freunde des Fotografierens, mit anderen begeisterten Fachleuten ins Gespräch zu kommen und natürlich deren Fotos anzuschauen.

In der Ausstellung kann man selbst als Profi Neues erfahren: Nämlich, dass es nichts gibt, was es nicht gibt. Hatten Hersteller von Objektiven über fast zwei Jahrhunderte eigentlich immer nur eines im Sinn, nämlich Bildfehler, Verzerrungen oder Unschärfen an den Rändern zu verhindern, gibt es heute Objektive zu kaufen, mit denen Fotos durch absichtliche Abbildungsfehler und Unschärfen interessant gemacht werden können. In mehreren Aufnahmen in der Ausstellung sind solche Ergebnisse zu sehen, sie erinnern zum Teil an alte Fotografien.

Die Ausstellung im ehemaligen Oka-Kaufhaus haben die Mitglieder der Arbeitsgruppe „Projektfotografie“ geplant und fotografiert. Sie hat kein einheitliches Thema, aber es scheint so, als würden manche Mitglieder der Gruppe gerne reisen. Neben diesen Bildern sind lokales Motive zu sehen: Bergisch Gladbach, Köln-Ehrenfeld und Langenfeld.

Der Fotoclub hat sieben Arbeitsgruppen, darunter Naturfotografie, Fine-Art-Prints oder Studiofotografie. Im Verein teilt man sich nicht nur Kenntnisse, sondern auch etwa Drucker für große Bildformate und andere Geräte, die man sich als Einzelperson kaum leisten würde.

Leverkusen: Der Fotoclub hat noch eine Dunkelkammer, vielleicht die letzte in der Stadt.

In der eigentlichen Ur-Gruppe des Vereins, das sind Fotofreunde, die analog und meist in Schwarzweiß bei Rotlicht in der vermutlich letzten Leverkusener Dunkelkammer arbeiten, gibt es wieder mehr Leben: Dort fand sich ein neuer Leiter, nachdem Alfred Vogel, der vieljährige Herr über die Dunkelkammer, sich im Alter von über 80 Jahren altersbedingt zunehmend zurückgezogen hat. In der ehemaligen Agfa-Stadt Leverkusen hatten viele Menschen eine Beziehung zur analogen Fotografie, hier wurden etwa Fotopapiere und Filme hergestellt, ebenso lichtempfindliche Fotoemulsionen. Bis Herbst 2005 wurden in Leverkusen Papiere und Filme damit begossen, das ist eine hohe Kunst, High-End, sowohl was die Technik als auch was die Chemie angeht. Den Schritt ins Digitale hat man hier dann leider nicht geschafft.

Diejenigen, die die analoge Fotografie mit Kamera und Dunkelkammer-Arbeit hochhalten, sind nur eine handvoll Enthusiasten. Im Fotoclub seien insgesamt 120 Mitglieder gemeldet, sagt Jürgen Neumann, der die Gruppe Projektfotografie leitet.

Die Ausstellung in der Düsseldorfer Straße 29 wird am Freitag, 20. März, 2026, um 18 Uhr eröffnet. Weitere Ausstellungstage sind Samstag, 11. April, und Sonntag, 26. April, jeweils 14 bis 17 Uhr. Finissage ist am Freitag, 29. Mai, um 18 Uhr.