Abo

ImmobilienmarktEigenheime in Leverkusen sind teurer geworden

3 min
Grundstücke auf der Westseite der Bahnstadt

Auf der Westseite der Opladener Bahnstadt ist zuletzt baulich nicht mehr viel passiert.

Die Preise für Wohnungen blieben indes stabil. Das zeigt der Grundstücksmarktbericht für das Jahr 2025. Er liegt jetzt vor.

Der Immobilienmarkt in Leverkusen hat sich im vorigen Jahr wieder belebt. Der Gutachterausschuss verzeichnete knapp 1200 Verkäufe. Das sind neun Prozent mehr als im Jahr davor. Das geht aus dem Grundstücksmarktbericht hervor. Darin werden alle Kaufverträge des zurückliegenden Jahres ausgewertet. „So können die tatsächlichen Marktbewegungen – nicht Angebotspreise, sondern reale Abschlüsse – beobachtet und mit der Öffentlichkeit geteilt werden“, heißt es aus dem Rathaus.

Die 1195 Immobiliendeals hatten ein Gesamtvolumen von rund 463 Millionen Euro. Mengenmäßig entfielen lediglich acht Prozent auf unbebaute Grundstücke; mit 54 Prozent waren Verkäufe von Eigentumswohnungen überwiegend. In diesem Segment seien die Preise „nahezu stabil geblieben“, so der Gutachterausschuss: Die Preissteigerung betrug im Durchschnitt der 590 Kaufverträge rund drei Prozent. Das Geschäft mit neuen Eigentumswohnungen ist deutlich zurückgegangen, nämlich um rund elf Prozent. Die Preise seien mit einem Plus von 0,8 Prozent nahezu unverändert, hieß es.

Die meisten Wohnungen kosteten unter 200.000 und unter 250.000 Euro. In diesen beiden Segmenten gab es 205 Abschlüsse. 55 Wohnungen kosteten bis 300.000, 43 Wohnungen bis 350.000 Euro. Mehr als eine halbe Million gaben 18 Personen für eine Eigentumswohnung aus.

Teure Häuser wurden seltener verkauft

Dagegen sind die Eigenheime im Schnitt um acht Prozent teurer geworden. Auch in diesem Segment gab es wenig Neubau: Nur 16 Kaufverträge wurden dem Ausschuss gemeldet. Auffällig ist, dass voriges Jahr deutlich mehr Eigenheime im hohen Preissegment verkauft wurden, das bis 600.000 Euro reicht, nämlich 58. 2024 waren nur 34 Häuser so teuer. In fünf Kaufverträgen stand eine siebenstellige Summe. Häuser unter 200.000 Euro – auch das zeigt der jüngste Bericht – gibt es kaum noch. Auch unter 300.000 Euro läuft nicht sehr viel, während 72 Objekte bis 400.000 und sogar 79 Häuser bis 500.000 Euro gekostet haben.

Die beiden Marktsegmente Eigentumswohnungen und Eigenheime machten drei von vier Käufen aus. Rund 60 Prozent der Käufer haben vorher schon in Leverkusen gewohnt. 22 Prozent kamen aus Nachbargemeinden, die anderen von weiter weg.

Bauland wurde nicht teurer

Ein wesentlicher Bestandteil des Marktgeschehens sind die Bodenrichtwerte, die für das gesamte Leverkusener Stadtgebiet ermittelt werden. Im vergangenen Jahr sind die Bodenwerte überwiegend gleich geblieben. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl der verkauften Bauplätze merklich gestiegen, allerdings auf niedrigem Niveau: 30 Grundstücke wurden zu unveränderten Preisen veräußert.

„Unsere Auswertungen sollen den Bürgerinnen und Bürgern beim Immobilienerwerb oder -verkauf zur Orientierung dienen, um einen möglichst fairen Preis zu erzielen“, sagt Timm Dolenga, der Vorsitzende des Gutachterausschusses. Er bittet daher Immobilienerwerber, den beigefügten Fragebogen auszufüllen und zurückzusenden. Nur so lässt sich eine verlässliche Datenbasis herstellen. Die im Fragebogen erhobenen Zusatzinformationen – etwa zum Zustand oder zur Ausstattung der Immobilie – flössen anonymisiert in die Bodenrichtwerte, den Grundstücksmarktbericht und die Immobilienrichtwerte ein, ergänzt Dolenga.

Weitere detaillierte Angaben können dem Grundstücksmarktbericht entnommen werden. Unter www.boris.nrw.de (unter „Grundstücksmarktberichte“, Gemeinde „Leverkusen“) kostet der Zugriff nichts. Auf der Seite gibt es sämtliche Bodenrichtwerte und Grundstücksmarktberichte für Nordrhein-Westfalen. Wer den Bericht lieber gedruckt beziehen möchte, kann ihn kaufen. Das kostet allerdings 54 Euro.

Der Gutachterausschuss für die Stadt Leverkusen ist außerdem online erreichbar unter: www.gars.nrw/leverkusen