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BasketballBayer Giants Leverkusen treffen gegen Rheinstars Köln falsche Entscheidungen

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Barmer 2. Basketball Bundesliga ProA: Bayer Giants Leverkusen vs. RheinStars Koeln, 04.04.26 Leverkusen, 04.04.26 - Maximilian Begue RheinStars Köln, 9 und Kobe Langley Bayer Giants Leverkusen, 8 während des Spiels der Barmer 2. Basketball Bundesliga ProA: Bayer Giants Leverkusen vs. RheinStars Koeln in der Ostermann Arena in Leverkusen. *** Barmer 2 Basketball Bundesliga ProA Bayer Giants Leverkusen vs RheinStars Koeln, 04 04 26 Leverkusen, 04 04 26 Maximilian Begue RheinStars Cologne, 9 and Kobe Langley Bayer Giants Leverkusen, 8 during the game of the Barmer 2 Basketball Bundesliga ProA Bayer Giants Leverkusen vs RheinStars Koeln at the Ostermann Arena in Leverkusen Copyright: xBEAUTIFULxSPORTS/LeahxKohringx

Kobe Langley, (r.), Aufbausspieler der Bayer Giants Leverkusen, sah sich gegen Köln einer starken Verteidigung ausgesetzt.

Das Team von Trainer Michael Koch verliert sich beim 76:85 wie so häufig in dieser Saison in Einzelaktionen.

Der Ablauf nach Heimspielen in der zweiten Basketball-Bundesliga (Pro A) ist für Dennis Heinzmann in der Regel sehr ähnlich. Während seine Teamkollegen sich schon im Cool-Down-Modus befinden, sich dehnen oder vom Physio angeleitet werden, ist der 2,16 Meter-Hüne noch damit beschäftigt, Autogramme zu geben oder für gemeinsame Fotos mit Kindern zu posieren. Die Kleinen sind immer begeistert, wenn sich der Kapitän der Giants Zeit für sie nimmt.

Und Heinzmann erledigt diesen Teil seines Jobs immer gerne. Unabhängig davon, ob sein Team gerade verloren oder gewonnen hat, auch wenn es nach einem Erfolg mehr Spaß macht. Am späten Samstagabend war es eine schmerzliche, aber verdiente 76:85 (38:46)-Niederlage gegen die Rheinstars Köln, die dem Autogramm- und Foto-Marathon des Centers vorausging. Heinzmann selbst hatte im Trikot der Giants eine gute Leistung geboten, aber etwas Pech mit ein paar Entscheidungen der Unparteiischen – ähnlich wie sein Gegenüber Björn Rohwer.

Gute Leistung von Dennis Heinzmann reicht den Bayer Giants Leverkusen nicht zum Sieg

Die 20 Punkte des Bayer-Centers reichten nicht aus, um einen Sieg Leverkusens einzufahren, da in Cedric Russell und Haris Hujic zwei Kölner vor allem aus der Distanz immer wieder für Jubel bei den Gästen sorgten. Hujic, 2022/2023 noch für die Giants unterwegs, verwandelte sechs Dreier. Dreier, die er unbedingt nehmen wollte. Dreier, die er auch gegen eine enge Defense traf. Russell war viermal aus der Distanz erfolgreich.

Aufseiten Leverkusens legte Kobe Langley einen starken Start hin, traf schnell drei Dreier, wurde danach aber lange Zeit sehr gut verteidigt. Ansonsten blieb die Giants-Offense vor 2223 Zuschauern blass, kam nach dem guten Auftaktviertel (25:26) nie richtig auf Touren. So reichte den Gästen, die nur von wenigen Fans begleitet wurden, eine durchschnittliche Leistung, um zwei Punkte einzufahren.

Punkte, die für die Giants im Kampf um den Klassenerhalt wichtig gewesen wären. Punkte, die auch möglich gewesen wären, aber immer, wenn die Giants mal wieder in die Nähe eines Führungswechsels kamen, verhinderten eigene Fehler oder Kölner Dreier die potenzielle Wende. So beim 52:53 und 56:57 Ende des dritten Viertels. In den finalen zehn Minuten setzte sich Köln erstmals zweistellig ab, machte fortan weniger Fehler und brachte den Sieg sicher nach Hause. Die Giants vergaben im Schlussviertel einige sehr freie Würfe und konnten auch in dieser Phase Hujic nicht stoppen.

„Es war von beiden Mannschaften kein gutes Spiel“, fasste Stephan Baeck, langjähriger Coach und aktueller Geschäftsführer der Rheinstars nach der Partie treffend zusammen. Aber Baeck war zufrieden. Michael „Mike“ Koch, Leverkusens Trainer dagegen nicht. Verständlich. Denn sein Team hatte nur phasenweise überzeugen können und war erneut hinter seinen Möglichkeiten geblieben. Wurde der Ball mit Geduld gepasst und versucht unter dem Korb über Heinzmann zum Erfolg zu kommen, war das oftfruchtbar. Zu oft wurde diese Vorgehensweise aber nicht praktiziert; stattdessen gab es wilde Einzelaktionen, die meistens ohne Erfolg blieben.

Ich erkenne mitunter meine Mannschaft nicht wieder. Wir sind viel zu oft wieder in alte Verhaltensmuster verfallen, haben die falschen Entscheidungen getroffen
Michael Koch, Trainer der Bayer Giants Leverkusen

Zu Beginn seines Statements in der Pressekonferenz hatte Koch eine dazu passende Aussage parat: „Ich erkenne mitunter meine Mannschaft nicht wieder. Wir sind viel zu oft wieder in alte Verhaltensmuster verfallen, haben die falschen Entscheidungen getroffen.“ Koch hatte auch noch einen anderen Erklärungsansatz: „Bei uns konzentriert sich im Aufbau zu viel auf Kobe Langley; das haben die Gegner mittlerweile entschlüsselt und üben viel Druck auf ihn aus. Wenn er dann noch so bearbeitet wird wie heute und sein Gegenspieler nur ein einziges Foul bekommt, macht es das nicht leichter. Eine Mannschaft wie Köln hat da mehr Optionen.“

Bayer Giants: Heinzmann (20), Langley (15), Brach (8), Urbansky (8), Wur (7), Williams (7), Nicholas (5), Kahl (3), Lynch (3), Nita. – Rheinstars Köln: Russell (21), Hujic (20), Jordan (12), Rohwer (10), Baptiste (10), Günther (6), Begue (4), Paige (3), Elisias, Onyejika, Watson.