Am Vinzenz Pallotti konzentriert sich die stationäre Versorgung, das Marien-Krankenhaus hat den Fokus auf ambulantes Operieren.
Bergisch GladbachDie GFO-Kliniken Rhein-Berg kommen mit dem Umbau voran

Der Standort Vinzenz Pallotti Hospital Bensberg der GFO Kliniken Rhein-Berg ist heute bereits der zentrale Standort für die stationäre Versorgung.
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Die GFO Kliniken Rhein-Berg haben einen „wichtigen Meilenstein“ in ihrem umfassenden Transformationsprozess erreicht und damit die erste Etappe auf dem Weg zur Zusammenlegung der beiden Standorte in Bergisch Gladbach abgeschlossen. Wie Jörg Zbick, Pressesprecher der GFO-Kliniken Rhein-Berg, erläutert, befindet sich inzwischen ein Großteil der Abteilungen mit Betten für die stationäre Aufnahme und Behandlung von Patienten über Nacht am Standort des Vinzenz Pallotti Hospitals (VPH) in Bensberg. Bereits seit Dezember 2025 bieten damit die Innere Medizin, die Allgemein- und Bauchchirurgie, die Urologie, die Unfallchirurgie, die Orthopädie, die Wirbelsäulenchirurgie sowie die Gynäkologie und Geburtshilfe eine vollstationäre Versorgung im VPH.
„Die Bündelung dieser Fachbereiche an einem Standort ermöglicht eine engere interdisziplinäre Zusammenarbeit und schafft klare Strukturen für Patientinnen und Patienten“, so Jörg Zbick, Pressesprecher der GFO-Kliniken Rhein-Berg. Mit dem Transformationsprozess möchten der GFO-Kliniken Rhein-Berg die medizinische Versorgung in der Region zukunftsfähig aufstellen – mit klaren Schwerpunkten, gebündelten Kompetenzen und einer stärkeren Verzahnung von stationärer und ambulanter Medizin.
Das VPH ist Zentrum für stationäre operative und internistische Medizin
Das Vinzenz Pallotti Hospital in Bensberg ist damit heute bereits der zentrale Standort für die stationäre Versorgung. Es bildet das Zentrum für die stationäre operative und internistische Medizin. Hier sind die Fachabteilungen für die stationäre Versorgung – einschließlich Urologie sowie Gynäkologie und Geburtshilfe – an einem Ort zusammengefasst. Damit wird für eine klare Trennung zwischen stationärer und ambulanter Versorgung gesorgt. „Die Bündelung sorgt für kurze Wege, abgestimmte Prozesse und eine hohe medizinische Qualität“, erklärt Jörg Zbick.
Perspektivisch sei deshalb vorgesehen, auch die derzeit noch im Marien-Krankenhaus angesiedelten Abteilungen Neurologie, Geriatrie und Palliativmedizin nach Bensberg zu verlagern. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der Standort VPH baulich entsprechend angepasst oder erweitert wird.
Das ambulante Operationszentrum (AOZ) ist im Marien-Krankenhaus angesiedelt
Denn auch das zweite Teammitglied im GFO-Verbund Rhein-Berg, das Marien-Krankenhaus Bergisch Gladbach, kommt mit seinem Anteil am Transformationsprozess, dem Ausbau der ambulanten Medizin, gut voran. Bis zur vollständigen Zusammenführung der Standorte jedoch bleiben auch die stationären Abteilungen Neurologie, Geriatrie und Palliativmedizin weiterhin im Marien-Krankenhaus in Bergisch Gladbach. Die dortigen Patientinnen und Patienten werden damit sowohl stationär als auch ambulant eigenständig betreut, insbesondere über die neurologische Notfallambulanz.
Parallel dazu wird der Standort Bergisch Gladbach gezielt zu einem Zentrum für die ambulante Medizin weiterentwickelt. Das ambulante Operationszentrum (AOZ) ist bereits vollständig im Marien-Krankenhaus angesiedelt. Auch zahlreiche Sprechstunden, die Ambulanz für chronisch entzündliche Darmerkrankungen sowie die ambulante Endoskopie haben hier ihren Platz gefunden.
Für dieses Jahr peilt das AOZ 3500 Operationen an
Seit Mai 2024 operieren hier nicht nur Klinik-Ärztinnen und Ärzte der Fachrichtungen Urologie, Gynäkologie, allgemeine Chirurgie sowie Unfallchirurgie sondern auch Unfallchirurgie- und Orthopädie-Kolleginnen und Kollegen mit eigener Praxis. Für die damals neue Arbeit im AOZ wurde auch ein komplett neues Team aufgestellt: Insgesamt zwölf Fachkräfte kümmern sich hier, teils in Teilzeit, um das Wohl und die Gesundheit der Patienten.
Ein AOZ läuft im Idealfall wie eine gut geölte Maschine, alle arbeiten Hand in Hand. 2025 hat das Zentrum im Ärztehaus Marienberg 3000 Operationen durchgeführt, wobei der dritte OP-Saal allerdings noch nicht voll genutzt wurde. Im Schnitt pro Tag 15 OPs. Für dieses Jahr, wenn perspektivisch alle Säle belegt sind, peilt das AOZ 3500 Operationen an. Zu 90 Prozent sind das elektive, also geplante Eingriffe. Das Ambulante Operationszentrum profitiert dabei auch von der wachsenden Zahl von Hybrid-DRGs, also Diagnosen, die sowohl ambulant als auch stationär ärztlich versorgt werden können. Eine Diagnosis Related Group (DRG) ist eine diagnosebezogene Fallgruppierung. Das pauschalierende Abrechnungssystem legt fest, welche ärztlichen Leistungen die Krankenkassen in welcher Höhe vergüten.
Rund um das Marien-Krankenhaus entsteht ein moderner Gesundheitscampus
Da niedergelassene Ärztinnen und Ärzte das Angebot des AOZ ergänzen und auch dank erster Praxen, die das Konzept einer starken ambulanten Versorgung gemeinsam mit der GFO weiter ausbauen, entstehe „rund um das Marien-Krankenhaus ein moderner Gesundheitscampus. Damit bleibt die GFO auch künftig im Zentrum von Bergisch Gladbach präsent und stärkt den Standort als wichtigen Anlaufpunkt für die medizinische Versorgung vor Ort“, freut sich der Sprecher der GFO-Kliniken Rhein-Berg.
Die GFO Kliniken Rhein-Berg liegen nach eigenen Angaben damit im Zeitplan bei der Umsetzung der gesundheitspolitisch vorgesehenen Transformation. Die zentralen Ziele – Zentralisierung, Spezialisierung und Ambulantisierung – würden „Schritt für Schritt realisiert und schaffen eine moderne, leistungsfähige Versorgungsstruktur für die Region“. Die zehn spezialisierten Fachabteilungen und neun Fachzentren der GFO-Kliniken Rhein-Berg versorgen mit 1.200 Mitarbeitenden jedes Jahr rund 50.000 Menschen – stationär und ambulant.

