Die Initiatoren der Tafeln fühlen sich nicht eingebunden und ein kleiner Fehler hat sich eingeschlichen.
OverathWarum zwei Wandertafeln für Wirbel sorgen

Sie freuen sich über neue Wandertafeln für Overath: Patricia Mockenhaupt (v.l.n.r.), Tourismus- und Wirtschaftsförderin der Stadt, Bürgermeister Michael Eyer (CDU) und Guido Lazotta (CDU), Sprecher der Bürgerwerkstatt Tourismus.
Copyright: Janina Rossignol
Dass auch in Verwaltungen mal ein „Upsi“ passieren kann, hat sich neulich bei der Aufstellung zwei neuer Wandertafeln für Overath gezeigt. Die stehen nun auf dem Parkplatz am Schulzentrum Cyriax und am ehemaligen Restaurant Fischermühle. Während beim Pressetermin mit Bürgermeister Michael Eyer (CDU), Guido Lazotta (CDU), Sprecher für die Bürgerwerkstatt Tourismus, Patricia Mockenhaupt, Tourismus- und Wirtschaftsförderin, die das Projekt städtischerseits betreute und Vertretern der Politik alle auf die Karte konzentriert waren, fiel niemandem auf, dass sich im unteren Bereich der Tafel ein Fehler eingeschlichen hat. Die Stadt dankt in dem kleingedruckten Text dem Bürgerverein Kreuzberg sowie dem „Museumsarchiv Soundso, Michael Mustermann und Michaela Musterfrau“.
Die Stadt weiß bereits von dem Fehler und kümmert sich um eine Korrektur, bei der die Folie ausgetauscht wird, was keine finanziellen Folgen hat. „Trotz mehrerer interner Korrekturläufe ist hier leider ein menschlicher Fehler unterlaufen. Das ist ärgerlich, lässt sich aber selbst bei sorgfältiger Prüfung nicht in jedem Fall vollständig ausschließen“, heißt es in der Antwort von Pressesprecherin Sissy Fielstette.
Auf Wunsch der Bürgerwerkstatt
Die Tafeln sind auf Wunsch und durch die Arbeit der Bürgerwerkstatt Tourismus entwickelt worden, wie Mockenhaupt beim Termin erklärte. Um Kosten zu sparen, hat sich die Verwaltung um die Druckgestaltung und die Erstellung der Druckdateien gekümmert.
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Irritation unter einigen Mitgliedern der Bürgerwerkstatt hatte es kurz vor dem Termin gegeben. Trotz des Engagements um die Wandertafeln seien sie nicht zum Pressetermin eingeladen worden. Wie Fielstette erläutert, war Lazotta als Sprecher der Bürgerwerkstatt darüber informiert und sollte stellvertretend die Bürgerwerkstatt-Mitglieder sowie Initiatoren darüber informieren und einladen, was er auch getan und dabei ausdrücklich darauf hingewiesen habe, dass auch sie gerne an dem Termin teilnehmen können. „Das ehrenamtliche Engagement im Bereich Wandern und Tourismus, insbesondere auch das langjährige Engagement einzelner Wegemarkierer, ist für die touristische Entwicklung unserer Stadt von großem Wert und wird ausdrücklich anerkannt. Wir bedauern, wenn im Zusammenhang mit dem Pressetermin der Eindruck entstanden ist, Beteiligte seien bewusst nicht einbezogen worden. Dies war nicht beabsichtigt“, so die Pressesprecherin.
6000 Euro für beide Tafeln
Die Kosten für die beiden Tafeln liegen laut Mockenhaupt bei 6000 Euro, welche die Stadt übernommen hat. Für zukünftige Tafeln sollen Sponsoren gewonnen werden. Ein Regenschutz, eine spezielle Folierung und ein stabiles Massivholzgerüst sorgen dafür, dass die Investition Jahrzehnte halten kann. „Wir hoffen natürlich, dass die Tafeln nicht Opfer von Vandalismus werden“, fügte Eyer hinzu.
„Wir haben gezielt das Design des Naturparks verwendet, weil wir uns als Teil davon sehen“, erläuterte Mockenhaupt. Um das einheitlich nach außen zu tragen, sind Schrift, Aufbau und Design übernommen worden. Die Karte zeige bewusst nicht das gesamte Overather Wandernetz, damit die Informationen gut lesbar sind.
Stadt sucht Wegemarkierer
Lazotta erläuterte, dass das gesamte Overather Wandernetz mit Tafeln ausgestattet werden soll, was allerdings noch Zeit brauche. „Einige Wege sind noch nicht in dem Zustand, dass man sie abwandern kann. Deshalb hoffen wir, dass wir mehr Wegemarkierer finden.“ Aktuell gebe es drei Wegemarkierer bei einem Wandernetz von 360 Kilometern. Sie laufen die Wanderrouten ab und melden Gefahren, etwa wenn große Äste auf dem Weg liegen. Und sie markieren, selbstredend, die Wege.
Auf den beiden Tafeln sind sowohl lokale als auch regionale und überregionale Wanderwege zu sehen. So steht die Tafel am Schulzentrum unter anderem direkt am Bergischen Weg, der einmal durch das Bergische Land führt und als schönster Wanderweg Deutschlands gilt, sowie am Overather Panoramaweg. An der Fischermühle verlaufen unter anderem der Bergische Weg, die Naafbachtalrunde und der Kurkölner Weg. Auf eine andere Besonderheit machte Bürgermeister Eyer aufmerksam. „Der historische Jakobsweg verläuft auch mitten durch Overath.“


