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UnterspülungStrundeweg in Bergisch Gladbach soll repariert werden

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Das Foto zeigt die Absperrungen am Strundeweg

Gesperrter Strundeweg bei Bergisch Gladbach

Spaziergänger, die in diesen Vorfrühlingstagen an der Strunde in Bergisch Gladbach spazieren möchten, haben am Strundeweg nach wie vor keine Chance. Nach einer Unterspülung am Dammbauwerk hat die Stadt den beliebten Wanderweg gesperrt, aus Sicherheitsgründen darf der Spazierweg seit rund einem Jahr nicht mehr genutzt werden. Zuletzt hatte der Allgemeine Deutsche Fahrradclub ADFC öffentlich nachgefragt. Es kommt aber Bewegung in die Sache.

Die Stadt bemühe sich, eine dauerhafte Lösung zu finden, berichteten im Fachausschuss der Erste Beigeordnete der Stadt, Ragnar Migenda (Bündnis 90/Die Grünen) und Geschäftsbereichsleiterin Alexandra Meuthen. Konzepte seien bei der Stadtverwaltung in Vorbereitung und würden der Politik bald vorgestellt.

Nicht aus der Portokasse

Die Reparatur des beliebten Ausflugsweges ist aus der Portokasse der Stadt aber nicht zu bezahlen: Von einem „höheren sechsstelligen Betrag“ sprachen die Verantwortlichen der Verwaltung. Das könnte also eine Summe zwischen 500.000 und 900.000 Euro sein, wenn man die Verwaltungsaussage konkretisiert.

Repariert werden muss der Damm des Flusses. Dies ist , so schilderten es auch die Verwaltungsvertreter, eine aufwendige Angelegenheit und geht über das Flicken einiger Löcher im Weg hinaus. Dauerhaft soll der Strundeweg instandgesetzt werden, damit die Spaziergänger in den kommenden Jahren viel Freude am Spaziergang an der frischen Luft haben.

Grünen-Politiker hakte nach

Dass der Wanderweg sobald wie möglich wieder herzustellen sei, mahnte im Fachausschuss auch der Grünen-Vertreter Dr. Friedrich Bacmeister an, der Weg im Strundetal sei kulturhistorisch interessant. Was die Stadt angehen will, ist auch eine Neuregelung der Eigentumsverhältnisse am Strundeweg.

Die Geschäftsbereichsleiterin berichtete von einer komplexen Eigentumssituation, die zu beachten sei. Angestrebt würden Gestattungsverträge zwischen Eigentümern und Stadt. Diese seien aber abhängig vom Votum der Eigentümer. Die Stadt wolle versuchen, eine tragfähige Lösung zu finden. Der Strundeweg gilt als Teil des übergreifenden Strunderadwegs, von der Quelle der Strunde in Herrenstrunden bis zur Mündung in den Rhein.

Bis zur Strundequelle

Im Rahmen des Regionale 2010-Projekts Regiogrün wird er als Erlebnisroute Ost geführt. Abseits der Hauptverkehrsstraßen sollen Radfahrer möglichst durch die Natur und entlang von Bächen geführt werden. Gerade im Tal der Strunde sind besonders an den Wochenenden zahlreiche Ausflügler unterwegs. Das in der Nähe liegenden Papiermuseum Alte Dombach des Landschaftsverbands Rheinland zieht Besucher an, im weiteren Wegeverlauf mäandert die Strunde mit zahlreichen Verzweigungen durch das Bachtal.

In Herrenstrunden weitet sich die Landschaft, der Hof Gut Schiff kommt in den Blick. Burg Zweiffel, in Privatbesitz und nicht zu besichtigen, liegt an der Strecke, ebenfalls die Malteser Komturei mit ihren zahlreichen Gebäuden. Neu eingefasst worden ist auch die Quelle der Strunde, als Ausgangspunkt der Radroute. Blaugelbe Markierungstafeln weisen die Radfahrerinnen und Radfahrer von dort dem Flusslauf entlang, der Rhein ist das Ziel.

Der ADFC hatte in seiner Mitteilung auch auf das Strundefest in diesem September hingewiesen und auf eine Instandsetzung des Strundewegs bis zu diesem Termin gehofft. Aufgrund des öffentlichen Charakters des Weges sei die Stadt zu einer Reparatur verpflichtet. Nach der jüngsten Mitteilung der Verwaltung könnte zügig Bewegung in die Sache kommen.