45-Jähriger muss sich nach filmreifer Verfolgungsjagd im Oktober 2025 in Frechen vor dem Landgericht Köln verantworten.
Prozess um DrogenschmuggelPolizei stellte Kurier nach Verfolgungsjagd in Frechen

Ein 45-jähriger Albaner steht seit Donnerstag (26. März) vor dem Landgericht Köln.
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Eine filmreife Verfolgungsjagd soll sich ein mutmaßlicher Drogendealer mit der Polizei geliefert haben, der sich seit Donnerstag (26. März) vor dem Landgericht verantworten muss. Dem 45-jährigen Albaner ohne festen Wohnsitz in Deutschland wird die Einfuhr von knapp zwei Kilogramm Kokain zum Zweck des Handeltreibens vorgeworfen sowie Gefährdung des Straßenverkehrs und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte. Zu dem auf vier Verhandlungstage angesetzten Prozess wird er aus der Untersuchungshaft vorgeführt.
Laut Anklage geriet der Mann bei der Einreise aus Belgien auf der Bundesautobahn 4 in Höhe Kerpen/Frechen in eine Kontrolle. Statt anzuhalten, soll er die Geschwindigkeit seines Fahrzeugs drastisch erhöht und den Verkehr in hohem Tempo über den Seitenstreifen überholt haben.
Der Angeklagte wollte zu Fuß entkommen
Ein Polizeifahrzeug nahm die Verfolgung auf. Über die A 1 habe der Angeklagte die Autobahn an der Anschlussstelle Frechen verlassen und sei via Kölner Straße auf die Innenstadt zugesteuert. Dabei soll er in einem Kreisverkehr einen Beinahe-Zusammenstoß mit einem anderen Pkw verursacht haben.
Mit rund 100 Stundenkilometern statt der erlaubten 50 soll der Flüchtige über die Lindenstraße Richtung Hücheln weitergerast sein. In Höhe der Hausnummer 112 habe er sein Fahrzeug schließlich verlassen, um zu Fuß zu entkommen. Gegen den Zugriff der Polizei habe er sich heftig gewehrt. Er soll versucht haben, die Beamten auf den Boden zu drücken, wobei er sie im Gesicht kratzte und gegen die Beine trat.
Beim Prozessauftakt am Donnerstag wurden lediglich die Anklageschrift verlesen und Formalitäten geregelt. Für die nächste Sitzung am Donnerstag, 16. April, kündigten die Strafverteidiger Oliver Kleine und Leonhard Mühlenfeld Einlassungen seitens ihres Mandanten an. Außerdem werden die beiden Beamten aussagen, die den 45-Jährigen am Tattag verfolgten und bei der Festnahme Verletzungen erlitten.
