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„Glatt wie beim  Bundesparteitag“Marie-Agnes Strack-Zimmermann setzte in Bad Honnef Aale aus

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Aalkönigin Marie-Agnes Strack-Zimmermann kam am Montagmorgen an den Rhein, um Aale auszusetzen.

Aalkönigin Marie-Agnes Strack-Zimmermann kam am Montagmorgen an den Rhein, um Aale auszusetzen.

Die FDP-Politikerin ist Aalkönigin entließ mit dem Komitee 5000 Aale zum Schutz des Bestandes in den Rhein.

„Die sind ja glatt wie manche beim nächsten Bundesparteitag“ stellte Marie-Agnes Strack-Zimmermann als amtierende Aalkönigin beim Einsetzten von rund 5000 jungen Aalen zum Schutz des Aalbestands in den Rhein fest.

Früh war sie am Montagmorgen an den Rhein gekommen um dem Aalsterben entgegenzuwirken, auch um die Medienkompetenz von Kindern an der Gesamtschule Sankt Josef zu stärken. Zusammen mit dem Aalkönigkomitee, gegründet zum Erhalt des Aalschokkers Aranka, das eine besondere Beziehung zum Aal pflegt, wurden gemeinsam mit dem Landesfischereiverband Westfalen und Lippe 5000 Aale, etwa 35 Kilogramm, in den Rhein entlassen.

Wasserkraftwerke stellen eine Gefahr für Aale dar

Aale kommen aus der Karibik Die Fischerei-Biologin des Verbandes, Dr. Svenja Storm, erklärte sodann, dass die kleinen Aale, die in der karibischen Saragossa See als Glasaale das Licht der Welt erbklicken, als Larven über den Golfstrom hier nach Europa kommen. „Dann sind sie schon zwei bis drei Jahre alt“, so die Fischexpertin. In Aalfarmen werden sie weiter aufgepäppelt. Männchen verlassen unsere heimischen Gewässer mit einer Größe von 50 Zentimetern zwecks Fortsetzung. „Sie stellen die Futteraufnahme zu Herausbildung der Geschlechtsorgane ein und werden im Süßwasser zum Gelbaal“. Die weiblichen Aale verlassen erst nach zwölf Jahren ihre Heimat um in die Karibik zu schwimmen.

Dabei haben Aale hier mit vielen Gefahren zu kämpfen. Neben der Klima- und der Habitatsveränderung sei auch die Wasserkraft mit kleinen Wasserkraftwerken, die die Aale regelrecht schreddere, ein Bedrohung, führte die Biologin aus.

1750 Euro spendete das Aalkönigkomitee und der Landesfischereiverband stockte auf, damit diese 5000 Aale in den Rhein entlassen werden konnten.

Bad Honnefs Bürgermeister Philipp Herzog freut sich über das Projekt

Bürgermeister Philipp Herzog freute sich, dass Marie-Agnes Strack-Zimmermann auch während ihrer „Regentschaft“ nach Bad Honnef kommt, um Projekte anzustoßen. Neben dem Aalen ist auch die Medienkompetenz von Kindern ein Anliegen der Politikerin. „Wir müssen lehren wie man damit umgeht“, betonte sie als Mutter und Großmutter. Es sei ein Problem der massiven Beeinflussung und man müsse Kinder und Jugendlichen dazu befähigen gut mit Medien umzugehen.

Im Anschluss besucht Marie-Agnes Strack-Zimmermann die Gesamtschule Sankt Josef. Dort informiert sie sich über das Projekt „Medienkompetenz für Bad Honnef – fit für die digitale Welt“, für das sie ausdrücklich die Schirmherrschaft übernommen hat. Das vom Aalkönigkomitee geförderte Projekt vermittelt Schülerinnen und Schülern praxisnah Wissen zu Themen wie KI, Fake News, Cybermobbing, Datenschutz und digitaler Selbstbestimmung.

Durchgeführt wird das Projekt vom Verein Stadtjugendring Bad Honnef und der Kommunikations- und Medienwissenschaftlerin Laura Solzbacher. Aufbauend auf dem Elternprojekt „Tit im Digitaldschungels“ wird das Angebot systematisch auf die Klassen vier bis sieben ausgeweitet.