Das Fahrzeug geriet sogar in Flammen, konnte aber schnell gelöscht werden. Es gab erhebliche Einschränkungen im Verkehr.
Unfall auf der A3Lkw gerät in Fahrtrichtung Köln in die Mittelleitplanke

Unfall auf der A3: IN Fahrtrichtung Köln geriet ein Lkw in die Mittelleitplanke.
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Bei einem Unfall auf der Autobahn A3 in Fahrtrichtung Köln hat ein Lkw-Fahrer am späten Dienstagnachmittag (5. Mai) die Kontrolle über das Fahrzeug verloren. Wegen der komplizierten Bergung war der Verkehr auf der Autobahn in einen beiden Richtungen stundenlang stark eingeschränkt.
In beiden Richtungen nur eine Spur frei
Gegen 17.20 Uhr geriet der Sattelzug in Höhe Bad Honnef-Orscheid hinter der Anschlussstelle Bad Honnef/Linz in die Mittelleitplanke. Laut Polizei verlor der Fahrer wegen unangepasster Geschwindigkeit bei Regenwetter die Kontrolle über das Fahrzeug. Von der rechten Spur aus kam der Lkw in Schleudern und zog ganz nach links. Er stieß gegen und auf eine Betonschrammwand und kam erst nach etwa 150 Meter zum stehen.
Die Zugmaschine fing an zu brennen. Zwei Ersthelfer konnten dem leicht verletzten Lkw-Fahrer aus dem Führerhaus helfen und gemeinsam gelang es, den Brand in kürzester Zeit mit Feuerlöscher zum Ersticken bringen. Die alarmierte Feuerwehr Bad Honnef, vor allem mit der Löscheinheit Aegidienberg, hatte nur noch Nachlöscharbeiten zu leisten.

Die Feuerwehr Bad Honnef versuchte den auslaufenden Diesel mit Bindemittel aufzufangen.
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Der Lkw hatte zwar nur einen Dieseltank, doch dieser schrammte komplett über die Schrammwand. Durch die starke Zerstörung des Tanks verlor das Fahrzeug erheliche Mengen an Diesel.
Der leicht verletzte Lkw-Fahrer wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die Bergung des Sattelzugs gestaltete sich fortan extrem schwierig, weil ein Bergungsunternehmen mit einem Kran angefordert werden musste.
„Unsere Arbeiten beziehen sich jetzt darauf, die Unfallstelle zu sichern und ausgetretenden Kraftstoff aufzunehmen“, sagte Sven Scharfenstein, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Bad Honnef.
Nachdem die Feuerwehr ein Loch in den völlig zertrümmerten Dieseltank geschlagen hatte, stellte man fest, dass so gut wie kein Diesel mehr in dem Tank war. Der Lkw hatte somit seinen ganzen Krafstoff bei dem Rutschen über die Betonschrammwand verloren.
Bis zu fünf Kilometer Stau in beide Richtungen
Der Diesel verteilte sich im strömenden Regen großflächig über die Fahrbahn und die Feuerwehr kam mit ihren Maßnahmen nicht zum Erfolg. Das massiv eingesetzte Bindemittel spülte der Regen über die abschüssige Fahrbahn immer wieder sofort weg. Die Kläranlage in Aegidienberg und die Untere Wasserbehörde wurden sicherheitshalber informiert.
Weil der Sattelzug quer über der Mittelleitplanke hing, war auch die Fahrspur in die Richtung Frankfurt auf der Autobahn A3 betroffen. In beiden Richtungen war über längere Zeit jeweils nur eine Spur frei, so dass sich in beiden Richtung zeitweise bis zu fünf Kilometer Stau bildete.
Weil an den Anschlussstellen Bad Honnef/Linz sowie in der anderen Fahrtrichtung an der Abfahrt Siebengebirge viele Autos abfuhren, führte das zu massiven Einschränkungen der Umgehungsstraßen.