Während der Fußball-Bezirksliga-Spitzenreiter auf acht Punkte davonziehen kann, bittet Hertha Rheidt den 1. FC Niederkassel zum Stadtduell.
Gipfeltreffen am SonnenhügelOberpleis empfängt Verfolger RW Merl

Nils Lokotsch (vorne) und der TuS 05 Oberpleis wollen die Tabellenführung ausbauen, Deniz Durmus und der 1. FC Niederkassel schielen auf Rang zwei.
Copyright: Quentin Bröhl
Der Rückrunden-Auftakt in der Fußball-Bezirksliga hat es in sich: Während der Tabellenführer TuS 05 Oberpleis den direkten (und bislang einzig echten) Verfolger RW Merl empfängt, fiebert der FC Hertha Rheidt dem Derby gegen den 1. FC Niederkassel entgegen.
TuS 05 Oberpleis – RW Merl (So., 15.15 Uhr). TuS-Trainer Essi Zamani hat den 2:0-Auswärtserfolg im Hinspiel noch gut in Erinnerung: „Auf uns wartet wieder ein dicker Brocken. Merl ist und bleibt eine Topmannschaft in dieser Liga.“ Mit einem Heimsieg könnte Oberpleis den Vorsprung auf acht Zähler ausbauen, was laut Zamani allerdings keiner Vorentscheidung gleichkäme: „Es wäre aber zumindest ein fettes Statement und eine Ansage an die Konkurrenz.“
Der Aufsteiger aus Merl reist derweil mit breiter Brust ins Siebengebirge. RW-Trainer Rida Boutziri bezeichnet Oberpleis zwar als „leicht favorisiert. Wenn wir aber alles abrufen, können wir auch beim Spitzenreiter gewinnen. Wir haben gezeigt, dass wir mit den Großen der Liga mithalten können.“ Nach drei Niederlagen in den ersten vier Saisonspielen legten die Rot-Weißen tatsächlich eine Serie von 29 Punkten aus elf Partien hin. Dabei zogen auch die Topteams Niederkassel (1:3), Hertha Rheidt (1:5) und Friesdorf (3:4) den Kürzeren.
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Den Druck haben Vereine wie Friesdorf oder Oberpleis
„Unsere Stärke ist die mannschaftliche Geschlossenheit“, betont der Coach. „Wir funktionieren als Team richtig gut. Diese Tugenden werden wir auch in Oberpleis auf den Platz bringen.“ Druck verspürt der 44-Jährige vor dem Spitzenspiel keineswegs: „Den haben Vereine wie Friesdorf oder Oberpleis. Aber klar: Wenn wir am Ende aufsteigen sollten, nehmen wir das gerne mit.“
Die Oberpleiser scheinen gewappnet zu sein für das Gipfeltreffen am Sonnenhügel, schließlich tankte man in den jüngsten Testspielen gegen den U-19-Mittelrheinligisten Bonner SC (3:1) und den A-Liga-Spitzenreiter SF Troisdorf 05 (4:2) sowie dem Kreispokal-Viertelfinale gegen den Landesligisten TuS Mondorf (2:0) viel Selbstvertrauen. Zudem kann Zamani am Sonntag seinen kompletten Kader aufbieten. Auch den in der Winterpause vom SV Niederbachem nach Oberpleis zurückgekehrten Ali Akbar Mortazawi, der im Testspiel gegen die SF Troisdorf einen Dreierpack schnürte.
FC Hertha Rheidt – 1. FC Niederkassel (So., 15 Uhr). Nur allzu gerne erinnert man sich im Rheidter Lager an das Hinspiel (4:1). „Das war ein toller Start in die Saison“, sagt Coach Benedict Jamal Habroune. „Letztendlich ist das Spiel aber Geschichte. Für mich zählt nur, was am Sonntag passiert.“ Den Lokalrivalen nahm er in der Vorbereitung persönlich unter die Lupe – und weiß daher: „Niederkassel hat herausragende Einzelspieler und ist stärker, als es der Tabellenplatz sechs suggeriert. Wir sind sehr gut vorbereitet.“
Wootaek Choi kehrt zum 1. FC Niederkassel zurück
Die Niederkasseler sind angesichts eines Zehn-Punkte-Rückstands auf Oberpleis zwar weit entfernt von der Tabellenspitze. Doch den Aufstieg hat der Vorsitzende Marc Pfister noch nicht abgeschrieben: „Platz zwei könnte am Ende auch reichen. Unabhängig davon gehe ich davon aus, dass sich die Mannschaft voll reinhängen wird und die Saison nicht vorzeitig abschenkt.“ Mit Wootaek Choi kehrte im Winter einer der besten Innenverteidiger der Liga aus Niederbachem zurück. „Da uns Damir Tabakovic ab März für ein halbes Jahr wegen eines Auslandssemesters verlässt, mussten wir ohnehin tätig werden“, so Pfister.
In Rheidt erwartet er nicht nur Wiedergutmachung für die Hinspielniederlage: „Wenn wir so auftreten wie bei der jüngsten Pokalniederlage beim A-Ligisten SV Bergheim (3:4, Anm. d. Red.), wird es richtig schwierig.“
Weitere Spiele: So., 15.15 Uhr: SV Leuscheid – TuS Buisdorf, SC Uckerath – VfR Hangelar.

