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Funkel über den 1. FC KölnTrainer-Legende vermeidet OP und spricht über Retter-Anrufe

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Friedhelm Funkel steht vor einem FC-Spiel vor der Trainerbank.

Friedhelm Funkel hat über die Situation des 1. FC Köln und mögliche Retter-Anrufe gesprochen.

Friedhelm Funkel gilt als Experte für den Abstiegskampf. Nun äußert sich der 72-Jährige zur Lage des 1. FC Köln.

Im Alter von 72 Jahren zeigt sich Friedhelm Funkel in guter Verfassung. Er besuchte kürzlich eine Karnevalsveranstaltung des 1. FC Köln und ist ein passionierter Tennisspieler. Knieprobleme, die ihn jüngst plagten, erforderten letztlich keine Operation. „Ich muss nicht operiert werden, habe keine Schmerzen mehr. Ich weiß auch nicht wie, aber das Problem hat sich gelöst“, erklärte Funkel gegenüber Express.de.

Im deutschen Fußball gilt der Trainer als Spezialist für Krisensituationen. Zu seinen Stärken zählen Intuition, Gelassenheit, Einfühlungsvermögen, Menschenkenntnis sowie ein großer Erfahrungsschatz. Er ist sowohl für Aufstiege als auch für Rettungen und den Klassenerhalt bekannt. Der frühere Mittelfeldspieler von Uerdingen und Kaiserslautern feierte seit 1989 bei 14 Trainerstationen sieben Aufstiege, was eine einmalige Leistung darstellt. Darüber hinaus gelang es ihm, mit Vereinen wie Hansa Rostock, Eintracht Frankfurt, Kaiserslautern und dem 1. FC Köln die jeweilige Liga zu halten.

Funkel zuversichtlich für den FC – Lob für Trainer Kwasniok

Die Frage stellt sich, ob er in der laufenden Saison erneut eine Aufgabe übernehmen wird, da in der Bundesliga und 2. Bundesliga die entscheidende Phase beginnt. Insbesondere im Umfeld des 1. FC Köln wird sein Name in sozialen Netzwerken häufig genannt. Viele Fans wünschen sich seine Rückkehr, nachdem er im Vorjahr in den letzten beiden Partien den Bundesliga-Aufstieg sicherstellte.

Nach 22 Spieltagen belegt Köln mit 23 Zählern den zwölften Tabellenplatz. Die kommenden Wochen entscheiden, ob der Klassenerhalt frühzeitig gesichert wird oder die Saison bis zum Ende spannend bleibt. Funkel selbst sieht den Verein nicht in unmittelbarer Abstiegsgefahr: „Ich mache mir keine Sorgen um den FC, aber sie müssen jetzt aufpassen, dass sie nicht in die gefährliche Zone geraten. Dennoch bin ich sicher: Die Mannschaft wird die Klasse halten!“

Für seine Einschätzung führt die Trainer-Legende zwei Argumente an. „Der FC konnte gegen Teams wie Mainz, Wolfsburg oder den HSV schon gewinnen. Und bis auf Mönchengladbach hat Köln gegen keine Mannschaft, die in der Tabelle hinter dem FC steht, verloren“, analysiert Funkel. In der Hinrunde gab es Unentschieden gegen Bremen, St. Pauli und Heidenheim. In den anstehenden Rückspielen seien Siege gegen diese Gegner anzustreben.

Als zweiten Grund nennt Funkel die Leistungen gegen Spitzenmannschaften: „Köln hat immer gut gespielt, sich nur nicht belohnt.“ Am Samstag, dem 21. Februar 2026, trifft der FC um 15.30 Uhr im Rhein-Energie-Stadion auf den Tabellendritten Hoffenheim. Das Hinspiel hatte Köln auswärts mit 1:0 für sich entschieden. Nun besteht die Chance, erneut gegen ein Top-Team zu punkten.

Unter Anhängern des FC wird zudem intensiv über die Auswechslungen von Trainer Lukas Kwasniok (44) debattiert. Die Frage, ob im Abstiegskampf eine feste Stammformation für mehr Sicherheit sorgen würde, beantwortet Experte Funkel so: „Das ist bei jedem Trainer unterschiedlich. Bisher hat Lukas Kwasniok viel richtig gemacht, denn der FC steht in der Tabelle gut da. Was er mit seiner Philosophie erreicht hat, ist absolut in Ordnung.“

Funkel betrachtet diese Diskussionen als zweitrangig. „Natürlich wünscht sich jeder Spieler möglichst viel Spielzeit, aber das ist doch kein Wunschkonzert. Kwasniok ist für die Ergebnisse verantwortlich und er hat bisher einen guten Job gemacht. Zu Beginn der Saison hat er auch viel rotiert, da hat keiner etwas dagegen gesagt, weil die Ergebnisse gestimmt haben.“ Für die verbleibenden zwölf Partien ist Funkel zuversichtlich, dass die Mannschaft die erforderlichen Punkte sammeln wird.

Bezüglich seiner eigenen Ambitionen und der Erwartung von Anrufen durch Vereinsvertreter gibt sich Funkel gelassen. „Ich verfolge das Geschäft, besonders natürlich die Vereine, bei denen ich schon gearbeitet habe. Aber ich bin da ganz entspannt, warte jetzt nicht am Telefon. Und falls jemand anruft, muss ich auch schauen, wer das ist. Aktuell genieße ich die Freizeit und den ein oder anderen Urlaub mit meiner Frau Anja“, so der Trainer. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.