Abo

Ex-Profi des 1. FC KölnYannick Gerhardt denkt über Wechsel nach

3 min

Yannick Gerhardt spielt seit 2016 für den VfL Wolfsburg.

Der Mittelfeldspieler des VfL Wolfsburg hat die jahrelange Zusammenarbeit mit seinem Berater Stephan Engels beendet. Offenbar geht es um Überlegungen eines Wechsels ins ferne Ausland.

Kürzer hätte Yannick Gerhardts Arbeitstag kaum ausfallen können. Beim 1:1 am vergangenen Sonntag gegen den SC Freiburg wurde der Mittelfeldspieler des VfL Wolfsburg erst wenige Sekunden vor Schluss eingewechselt. Es war ein Wechsel rein taktischer Natur - er sollte den Gästen nur helfen, das Ergebnis über die Zeit zu bringen. Gerhardts Kurzeinsatz im Breisgau stellte ein Spiegelbild seiner sportlichen Situation dar.

In seiner zehnten Saison im Wolfsburger Trikot sind die Dienste des 32-Jährigen nur noch sporadisch gefragt. Auch für seinen Klub läuft es alles andere als gut. Der Punktgewinn in Freiburg verhalf den Wölfen zwar zum Sprung auf den Relegationsplatz. Doch die Gefahr eines Absturzes in die Zweite Liga ist nicht gebannt. Vieles deutet darauf hin, dass es am letzten Spieltag zum ultimativen Abstiegsfinale beim punktgleichen FC St. Pauli kommt.

Stephan Engels nicht länger für die Karriereplanung von Yannick Gerhardt verantwortlich

Damit könnte die Ära von Yannick Gerhardt in Wolfsburg ein trauriges Ende nehmen. Die Anzeichen verdichten sich, dass der frühere Profi des 1. FC Köln im Sommer nach einer neuen Herausforderung sucht. Dazu passt, dass Gerhardt kürzlich einen Wechsel seines Managements vorgenommen hat. Stephan Engels ist nicht länger für die Karriereplanung des ehemaligen Nationalspielers verantwortlich. Das bestätigte die FC-Ikone auf Anfrage unserer Redaktion.

Engels hatte einen der teuersten Transfers in der Kölner Vereinsgeschichte abgewickelt. Im Sommer 2016 wechselte Gerhardt für 13 Millionen Euro Ablöse nach Wolfsburg. Die Autostadt ist dem gebürtigen Würselener über die Jahre zur zweiten Heimat geworden. Mit bislang 289 Einsätzen zählt Gerhardt zu den Rekordspielern des VfL.

1. FC Köln: Rückkehr von Yannick Gerhardt derzeit wohl kein Thema

Engels spricht von einer Trennung im Guten. Sein Sohn Mario, der beim niederländischen Erstligisten Heracles Almelo spielt, pflegt seit Jahren eine enge Freundschaft zu Yannick Gerhardt. Der wiederum lässt sich ab sofort von Alexander Jäger beraten, einem Agenten der britischen Agentur Unique Sports Group. Gerhardt wollte sich zu der Angelegenheit auf Anfrage nicht äußern. Offenbar zieht er einen Wechsel ins Ausland in Betracht. Gerhardt soll sich vorstellen können, seine Karriere in den USA oder den Vereinigten Arabischen Emiraten fortzusetzen.

Engels hingegen ist auf dem deutschen Markt gut vernetzt. So sollen sich zuletzt Union Berlin und Mainz 05 nach Gerhardts Plänen erkundigt haben, der nach Informationen unserer Redaktion noch bis 2027 in Wolfsburg unter Vertrag steht.

Eine Rückkehr nach Köln steht derzeit wohl nicht zur Debatte. Aus seiner tiefen Verbundenheit zum FC hat Gerhardt nie einen Hehl gemacht. Auf die Frage, ob er sich vorstellen könne, irgendwann noch mal das Kölner Trikot überzustreifen, sagte er im Jahr 2023: „Jeder weiß, dass dieser Verein sehr besonders für mich ist. Ich habe in Köln meine gesamte Jugend sowie die ersten drei Profijahre verbracht. Daher kann ich mir das schon vorstellen.“