Italiens Rekordmeister zeigt Interesse am Kölner Rechtsverteidiger David Fürst und nahm ihn zuletzt beim U19-Spiel in Wolfsburg in Augenschein.
Italiener beobachten ihn mehrfachJuventus hat FC-Talent im Fokus

Der 18-jährige Kölner Rechtsverteidiger David Fürst
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Die Scouts des italienischen Rekordmeisters kamen nicht nur einmal. Juventus Turin hat nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ FC-Talent David Fürst mehrfach beobachten lassen – zuletzt beim Pokal-Halbfinale der Kölner am vergangenen Sonntag beim VfL Wolfsburg, als der Rechtsverteidiger beim dramatischen Aus (2:3 n.V.) ein sehenswertes Tor in den Winkel zum 2:1 für den FC erzielte.
Der 18-Jährige ist ins Visier der Bianconeri geraten, in einem Moment, in dem seine Zukunft am Geißbockheim so offen ist wie selten zuvor. Sein Vertrag läuft – Stand jetzt – im kommenden Sommer aus.
In der U19-Nachwuchsliga, im Pokal und erst recht in der UEFA Youth League hat der junge Kölner Abwehrspieler zuletzt gezeigt, was in ihm steckt. Gegen den FC Midtjylland überzeugte er, gegen Inter Mailand spielte er sich regelrecht in den Vordergrund – Auftritte, die nicht unbemerkt blieben. Der zuletzt freigestellte Bundesliga-Cheftrainer Lukas Kwasniok zog ihn zwischenzeitlich zu den Profis ins Training hoch; gegen Stuttgart stand er erstmals im Kader. Auch ein guter erster Startelfeinsatz bei der U21 in der Regionalliga steht inzwischen zu Buche.
U19-Trainer Stefan Ruthenbeck, der auch als sein großer Förderer gilt, lobt seinen Schützling ausdrücklich: „David hat eine Entwicklung genommen, nachdem er letztes Jahr wegen einer Verletzung fast ein halbes Jahr aussetzen musste. Er hat ein gutes Dribbling, kann nach innen auflösen und hat noch einmal einen Schritt nach vorne gemacht.“ Doch der Kölner kämpfte sich zurück – und wie.
Viel Konkurrenz im Profi-Team
Dennoch ist die Situation vertrackt. Beim FC mangelt es nicht gerade an Optionen für die rechte Defensivseite. Mit Sebastian Sebulonsen, Jan Thielmann, Tom Kraus, Alessio Castro-Montes und dem jungen Cenny Neumann stehen gleich fünf Spieler zur Verfügung, die auf dieser Position einsetzbar sind. Die Konkurrenz ist groß – zu groß offenbar aus Sicht der FC-Verantwortlichen, um dem hochveranlagten Teenager einen klaren Weg in die Profi-Mannschaft aufzuzeigen.
Während der FC schweigt, spricht die Konkurrenz: Auch der VfB Stuttgart und der FC Augsburg haben Fürst auf dem Zettel und locken mit Profianbindung. Die nächsten Wochen werden zeigen, wer das Rennen um das Talent für sich entscheiden kann.
Derweil hat der 1. FC Köln ein anderes U-19-Talent an sich gebunden: Der Vertrag des 17 Jahre alten Mittelfeldspielers Benjamin Ley wurde nach Vereinsangaben langfristig verlängert.

