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„Mit kleinem Fragezeichen“Wolff Fuss lobt Trainer-Entscheidung des 1. FC Köln

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Fußball-Kommentator Wolff Fuss hat den 1. FC Köln auch als Fan im Blick. Der Experte spricht seine Anerkennung aus, äußert aber auch Bedenken.

Wolff Fuss (49) kennt den 1. FC Köln aus zwei Perspektiven. Einerseits kommentiert er als Sky-Experte für Topspiele beruflich viele Partien des Vereins. Andererseits beobachtet er als Anhänger des FC die Umstände am Geißbockheim mit großem persönlichen Interesse.

Daher ist es nicht überraschend, dass Fuss sich am Montag (23. März 2026) ausführlich äußerte. In der Sendung „Glanzparade“ auf Sky sprach er mit Gastgeber Thomas Wagner (55) über die neue Trainersituation in Köln. Dabei legte er auch seine eigene Sicht auf die jüngsten Geschehnisse dar.

Fuss hegt nach Wagner-Ernennung beim FC noch Zweifel

Seinen Eindruck fasste Fuss so zusammen: „Es hat immer ein Puzzleteilchen gefehlt und es war immer ein anderes. Du hast nie das Gefühl gehabt, sie spielen gegen den Trainer oder fliegen aus der Kurve“. Der FC habe laut ihm zwar kaum wie ein Team im Abstiegskampf gewirkt, jedoch seit längerer Zeit zu wenige Punkte geholt.

Für Kwasniok war die katastrophale Statistik von lediglich zwei Erfolgen in 18 Partien ausschlaggebend für das Aus. Der FC belegt in der Tabelle für das laufende Jahr den 15. Rang und sammelte nur zehn Zähler in zwölf Begegnungen. Eine schlechtere Ausbeute im Jahr 2026 hatten bisher nur Heidenheim (4), Wolfsburg (6) und Union (10), die zudem eine geringere Tordifferenz aufweisen.

Fuss äußerte sich trotzdem optimistisch zur Mannschaft, die nun für René Wagner (37), den Nachfolger von Kwasniok, im Endspurt der Saison bereitsteht: „Der 1. FC Köln muss nicht absteigen! Die Erstligatauglichkeit ist mehrfach nachgewiesen, in 27 Spielen jeweils nachgewiesen. Das macht Hoffnung.“

Jedoch blieb für Fuss eine Unsicherheit, wie er nachdenklich anmerkte: „Ich finde immer, dass in einem Trainerstab letztlich alle Verantwortung tragen, davon kann sich keiner wirklich freimachen. Welche Idee soll er (Wagner, Anm. d. Red.) jetzt einbringen, die er nicht schon vorher hätte einbringen können? Das hinterlässt mich mit einem kleinen Fragezeichen.“

Viel zufriedener war er hingegen mit einer anderen Personalentscheidung, die mit dem Wechsel auf der Trainerposition einherging: die Anstellung von Armin Reutershahn (66), der als erfahrener Co-Trainer fungieren wird.

„Das macht total Sinn, Wagner einen Erfahrenen an die Seite zu stellen, der das auch möglicherweise regulieren kann“, so die lobenden Worte von Fuss über das Vertrauen in den erfahrenen Mann. Schon in den 1990er-Jahren war Reutershahn als Assistent für Friedhelm Funkel (72) tätig. Seine späteren Stationen umfassten unter anderem Eintracht Frankfurt sowie Borussia Dortmund. (red)