Die Entwicklung von Said El Mala beim 1. FC Köln sorgt für Freude. Doch die Entdeckung des Talents führt nun zu einem Rechtsstreit.
Streit um El-Mala-TransferForderung gegen Viktoria Köln landet vor Gericht

Der Transfer von Said El Mala von Viktoria Köln zum FC hat nun ein Nachspiel.
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Die Frage, wer Said El Mala entdeckt hat und welchen Anteil daran trägt, dass er in den vergangenen Monaten beim 1. FC Köln so erfolgreich war, wird bald ein Gericht in Köln beschäftigen.
Der ehemalige Profifußballer Abdenour Amachaibou, der unter anderem für Fortuna Köln und Jahn Regensburg spielte, hat beim Amtsgericht Köln Klage eingereicht. Er verlangt von Viktoria Köln eine Summe im sechsstelligen Bereich. „Sport Bild“ berichtete zuerst.
Keller äußerte sich zum entscheidenden Hinweis
Amachaibou gibt an, er habe Christian Keller den entscheidenden Hinweis gegeben, El Mala bei Viktoria Köln zu beobachten. Keller selbst hat diese Darstellung Ende Dezember in einem Interview mit EXPRESS.de sowie kürzlich im Fernsehen bei „Sky90“ bekräftigt.
In dem Gespräch sagte Keller: „Im Februar 2024 hat mich ein guter Freund angerufen und darauf hingewiesen, dass bei der Viktoria gerade ein junger Spieler eingewechselt wurde, den ich mir unbedingt so schnell wie möglich selbst anschauen müsse. Weil er zu 100 Prozent in kürzester Zeit Bundesliga-Niveau haben wird. Noch am selben Abend habe ich mir das Video seines Einsatzes angesehen und umgehend alles in die Wege geleitet, damit wir Said und auch seinen Bruder Malek für den FC gewinnen.“
Das Ergebnis ist bekannt: Der 1. FC Köln verpflichtete das Talent für eine Ablösesumme von 350.000 Euro. Inzwischen ist der Marktwert des jungen Spielers auf rund 40 Millionen Euro gestiegen.
Gemäß dieser Schilderung wäre Amachaibou, der einst ein Praktikum in der Scouting-Abteilung des FC absolvierte, tatsächlich der ausschlaggebende Hinweisgeber. Aus diesem Grund strebt er nun eine finanzielle Beteiligung an.
Innerhalb des Vereins sind jedoch nicht alle von dieser Version der Ereignisse überzeugt. Berichten zufolge hatte die Scouting-Abteilung die El-Mala-Brüder bereits eigenständig im Blick und soll sogar schon vor dem angeblichen Tipp Kontakt zur Familie aufgenommen haben.
Viktoria soll dem Verfahren gelassen entgegenblicken. Beim Verein sei Amachaibou überhaupt nicht bekannt, stehe in keiner Beziehung zum Klub, heißt es. Wegen des laufenden Verfahrens will man sich beim Drittligisten derzeit allerdings nicht öffentlich zu dem Fall äußern.
Die Angelegenheit muss nun gerichtlich geklärt werden. Die Beteiligten des 1. FC Köln sollen in dem Rechtsstreit zwischen dem früheren FC-Praktikanten und Viktoria Köln als Zeugen aussagen. (red)
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