Auch in der letzten Begegnung des 25. Spieltags der Bundesliga wurde über die ein oder andere Schiedsrichter-Entscheidung diskutiert.
Umstrittener PlatzverweisFrust-Verweis auf FC-Stadionsprecher – Konkurrent zieht vorbei

Schiedsrichter Timo Gerach zeigt Andras Schäfer die Rote Karte, die Union-Spieler können es nicht fassen.
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Nicht nur bei der 1:2-Niederlage des 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund gab es am 25. Spieltag Unmut über den Schiedsrichter. Auch beim Spiel von Union Berlin gegen Werder Bremen gab es am Sonntagabend Gesprächsstoff.
Eine Viertelstunde war gespielt, da wurde es turbulent. Nach einem Foul von Niklas Stark an Ilyas Ansah wurde Union ein Strafstoß zugesprochen (16.). Das Foul selbst war eindeutig. Jedoch startete die Situation außerhalb des Sechzehners, Ansah kam aber erst innerhalb zu Fall. Derrick Köhn nutzte den Elfmeter und brachte die Berliner in der 18. Minute in Front.
Baumgart-Profi fliegt mit Rot vom Platz
Kurz darauf gab es Diskussionen auf der Gegenseite. Wegen eines Fouls von Andras Schäfer an Jens Stage erhielt der Spieler von Union von Schiedsrichter Timo Gerach die Rote Karte (19.). Es war eine harte Entscheidung, die auch nach der Kontrolle durch den Videoassistenten Bestand hatte.
Mit einem Mann mehr auf dem Platz wendete Werder die Partie durch Treffer von Olivier Deman (31.) und Stage (35.). Nach der Pause machten Grüll (66.) und Covic (90.+4) für die Gäste alles klar.
Steffen Baumgart war über die Rote Karte naturgemäß nicht glücklich. „Es ist schwierig. Für mich ist es eine Gelbe Karte, weil der Tritt nicht oberhalb des Knöchels ist. Es ist auf dem Fuß und für mich eine klare Gelbe Karte, aber kein Platzverweis“, sagte der Union-Trainer bei DAZN. Sein Kapitän Rani Khedira sprach von einer Fehlentscheidung.
Der offizielle Kanal der Berliner kommentierte die Situation auf der Plattform X noch deutlicher. Zuerst kam die fassungslose Frage: „Rot?!“. Nachdem der VAR die Entscheidung geprüft hatte, folgte der Kommentar: „Die bleibt ernsthaft bestehen... wow.“
Zur Pause gab es von Union dann Galgenhumor – und eine Anspielung auf den 1. FC Köln. „Wenn es in Halbzeit 2 so weitergeht, werde ich hier noch zum Kölner Stadionsprecher ...“, hieß es in einem weiteren X-Post. Natürlich ein Verweis auf Michael Trippel, der sich bei der 1:2-Pleite des FC gegen Borussia Dortmund am Vorabend wiederholt wütend über den Unparteiischen und den VAR geäußert hatte.
Das Ergebnis an der Alten Försterei dürfte bei Trippel ebenfalls für wenig Begeisterung gesorgt haben. Denn durch den Dreier zog Werder Bremen am FC vorbei. Köln liegt nun punktgleich mit dem Relegationsplatz auf Rang 14. Die Lage im Abstiegskampf wird immer bedrohlicher. (red)

