Englands Nationalcoach Thomas Tuchel zeigt sich nach dem 1:1 gegen Uruguay erbost und äußert deutliche Kritik am Unparteiischen Sven Jablonski aus Deutschland.
Tuchel attackiert deutschen SchiriNach dem 1:1 gegen Uruguay kritisiert er Jablonski scharf

Thomas Tuchel war nach dem Spiel gegen Uruguay sauer auf die Schiedsrichter.
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Nach dem ersten Test-Match seiner Mannschaft in diesem Jahr suchte der sichtlich verärgerte englische Nationaltrainer Thomas Tuchel bewusst nicht das Gespräch mit dem deutschen Referee Sven Jablonski. „Ich habe nicht mit ihm geredet, ich wollte nicht. Das war überhaupt keine gute Leistung während des gesamten Spiels“, äußerte Tuchel im Anschluss an das 1:1 (0:0) seiner neu formierten „Three Lions“ gegen Uruguay im Wembley-Stadion in London.
Der Trainer, der unter anderem Harry Kane von Bayern München nicht einsetzte, benannte laut der dpa diverse umstrittene Vorkommnisse. „Ich kann nicht verstehen, dass ein Tackling wie dieses nicht einmal überprüft wird. Der Elfmeter am Ende war sehr, sehr schmeichelhaft. Dann gab es Diskussionen, dass ein Spieler zwei Gelbe Karten im Spiel bekommen hat und nicht einmal vom Platz gestellt worden ist“, erklärte Tuchel. Er resümierte: „Okay, ein gebrauchter Tag.“
Die drei Haupt-Aufreger des Spiels
Für besonderen Unmut bei Tuchel sorgte eine Situation kurz nach Beginn des zweiten Durchgangs: Ein Foulspiel mit offener Sohle von Uruguays Verteidiger Ronald Araujo an Phil Foden hatte keine Konsequenzen. Wenige Augenblicke danach musste Foden verletzt vom Platz und wurde durch Cole Palmer (56.) ausgetauscht.

Ben White trifft erstmals für die «Three Lions».
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Auch Harry Maguire, der Innenverteidiger Englands, äußerte sein Unverständnis: „Man sieht nicht oft, dass solche Tacklings keine Rote Karte nach sich ziehen.“ Maguire ergänzte: „Es sind nur noch ein paar Monate bis zur Weltmeisterschaft, und wir haben Schiedsrichter, die solche Tacklings zulassen. Das ist enttäuschend.“
Unklarheiten bei den Verwarnungen
Der uruguayische Spieler Manuel Ugarte stand ebenfalls im Mittelpunkt der Debatte. Nach einem Foul an Palmer in der 70. Minute erhielt der Mittelfeldakteur laut englischen Fernsehberichten eine Gelbe Karte. Eine weitere Verwarnung für ein zusätzliches Foul elf Minuten später führte jedoch nicht zum Platzverweis. Wie später mitgeteilt wurde, hatte der vierte Offizielle die erste Gelbe Karte für ungültig erklärt.

Federico Valverde setzt den Schlusspunkt gegen England.
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Später Strafstoß nach Videobeweis erzeugt Ärger
Ben White, der in der 81. Minute das Führungstor für England erzielt hatte, rückte kurz vor Spielende erneut in den Fokus. Mit einem Foul an Federico Viñas in der Nachspielzeit verursachte er einen Strafstoß. Diesen verwandelte Federico Valverde (90.+4) zum Ausgleich, nachdem der Videoschiedsrichter eingeschritten war. Auch hierfür zeigte Tuchel wenig Verständnis: „Vielleicht ist Ben in diesem Moment auch ein bisschen gierig, aber eine Entscheidung aufzuheben, wenn der Schiedsrichter ganz klar mit beiden Händen signalisiert hat, dass er es gesehen hat und es ihm nicht gereicht hat.“
Der ehemalige Trainer des FC Bayern äußerte sich „überrascht, dass der VAR überhaupt im Einsatz ist, denn ich dachte, er funktioniert nicht, weil das Foul an Phil Foden nicht einmal überprüft wurde, das Foul an Noni (Madueke) auch nicht. Und dann wurde plötzlich dieser Fall überprüft.“ Das nächste Testspiel bestreitet die englische Nationalelf am Dienstag gegen Japan. (red)
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