Die Mannschaft von Trainer Matthias Mink hat neun Vorsprung auf Verfolger Rot-Weiß Oberhausen.
4:1 gegen Schalke 04 IIFortuna Köln geht den nächsten Schritt zum Aufstieg

Adrian Stanilewicz (M.) bejubelt einen seiner beiden Treffer beim 4:1 gegen Schalke 04 II.
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Der SC Fortuna Köln hat seine Macht an der Tabellenspitze der Fußball-Regionalliga West demonstriert. Mit einem 4:1 (2:0)-Heimsieg düpierten Adrian Stanilewicz und dessen Teamkollegen die U 23 des FC Schalke 04 und rehabilitierten sich für das 0:1 bei Borussia Dortmunds U 23.
„Das war eine starke Reaktion“, bezog sich der Doppeltorschütze auf das 0:1 an Karsamstag und ergänzte: „Niederlagen machen uns noch stärker, wir hatten trotzdem eine gute Stimmung, wollten den Frust rauslassen und alles aus dem Körper jagen.“ Somit haben die Südstädter wieder neun Punkte Vorsprung auf RW Oberhausen, das tags zuvor mit 3:1 gegen SF Siegen gewonnen hatte.
Niederlagen machen uns noch stärker, wir hatten trotzdem eine gute Stimmung, wollten den Frust rauslassen und alles aus dem Körper jagen
Um dem ärgsten Konkurrenten im Aufstiegsrennen zu antworten, hatte Chefcoach Mink sein Team im Vergleich zum 0:1 in Dortmund auf zwei Positionen verändert: Tom Geerkens kehrte nach Gelb-Sperre ins Dreier-Mittelfeld zurück und Timo Bornemann erhielt den Vorzug in der Offensive. Dafür pausierten Nico Thier (kurzfristig verletzt) und Enzo Wirtz (erstmals seit 26 Spielen auf der Bank).
Auch ohne sie präsentierte sich das Heimteam vor 3127 Fans, zu denen auch OB Torsten Burmester zählte, von Beginn an hellwach. Der erste Jubelschrei verstummte allerdings noch, weil der vermeintliche Torschütze Bornemann im Abseits stand (2.). Eine weitere Balleroberung im gegnerischen Spielaufbau brachte dann die Führung. Maximilian Fischer köpfte einen weiten Schalker Schlag in die Gefahrenzone. Dort setzte sich Bornemann stark durch und bediente Stanilewicz mustergültig für dessen ersten Streich (10.).
Schon nach dem 1:0 reagierten die jungen Knappen mit leichten Ballverlusten, fingen sich dann aber und brachten eine gefährliche Mischung aus Tempo und Technik auf den Rasen. Diese musste von Stanilewicz und seinen Nebenleuten mit robustem Defensivverhalten kontrolliert werden. Max Hauswirths scharfe Hereingabe rauschte zum Glück für die Fortuna am rechten Pfosten vorbei (30.). Dann schlug Stanilewicz zum zweiten Mal zu: Tom Geerkens Flanke köpfte der Linksaußen am rechten Pfosten druckvoll an S04-Keeper Luca Podlech vorbei (37.). Bis zum Pausenpfiff überstand der Tabellenführer einige kritische Situationen und hielt die Sinne geschärft.
Auch nach dem Seitenwechsel wurden die Kreise der gegnerischen Topstürmer Yassin Ben Balla und Gerrit Wegkamp stark eingeschränkt. Also legte Gästecoach Jakob Fimpel mit den Profis Peter Remmert und Tidiane Toure nach. Auch diese konnten keine Durchschlagskraft entwickeln, während die Kölner auf der Gegenseite treffsicher blieben: Der bärenstarke Bornemann drückte die nächste, perfekte Geerkens-Flanke zum 3:0 über die Linie (57.).
Fortuna Köln profitiert von der Kadertiefe
Nun waren die Südstädter im Flow und demonstrierten fußballerische Klasse und ihre Kadertiefe: Erst vergab der eingewechselte Enzo Wirtz eine gute Chance (68.), dann brachte der nächste Joker die Entscheidung. Nach einem Traumpass von Stanilewicz vollendete Luca Majetic zum 4:0 (77.). Die ausgelassene Stimmung wurde durch Magnus Rösners 4:1 nur kurz getrübt (84.).
Nach Schlusspfiff jubelte das Südstadion über einen souveränen Heimsieg und den nächsten großen Schritt in Richtung Meisterschaft und Aufstieg.
Fortuna Köln: Winkler; Fünger (80. Statovci) , Al-Azzawe, Fischer, Afamefuna; Geerkens (73. Galjen), Strauch, Stanilewicz; Bornemann (73. Majetic), Al Ghaddioui (59. Wirtz), Garcia (80. Michelbrink). Schiedsrichter: Jörn Schäfer. Zuschauer: 3127. Tore: 1:0 Stanilewicz (10.), 2:0 Stanilewicz (37.), 3:0 Bornemann (57.), 4:0 Majetic (77.), 4:1 Rösner (84.).

