Der Südstadt-Klub möchte beim 1. FC Bocholt die Tabellenführung ausbauen. Und Angreifer Enzo Wirtz wieder ein Erfolgserlebnis feiern.
Fortuna-Angreifer Enzo WirtzKölner Stürmer ohne Sorgen

Enzo Wirtz bejubelt in Bochum seinen Führungstreffer. Seitdem wartet der Stürmer jedoch auf ein weiteres Tor.
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Fortuna Kölns Angreifer Enzo Wirtz ist in dieser Saison der treffsicherste Mann des Südstadtklubs. Zwölf Tore und sechs Vorlagen in 21 Regionalliga-Einsätzen: Der 30-Jährige ist zur festen Größe im Team aufgestiegen – und hat der Regionalliga West seinen Stempel aufgedrückt. Zuletzt traf der gebürtige Mönchengladbacher in Bochum, sein Tor entschied die Partie in der Nachspielzeit. Seine jüngste Vorlage lieferte er beim 2:1 gegen Borussia Mönchengladbach II im Januar.
Fortuna Köln peilt nächsten Sieg an
Seitdem allerdings wartet der physisch robuste Angreifer des Tabellenführers auf eine weitere Torbeteiligung. Für Wirtz ist das kein Anlass zur Unruhe. „Ein Sieg steht immer über persönlichen Statistiken. Aber klar, ich würde am liebsten in jedem Spiel treffen und Vorlagen beisteuern“, sagt er. „Solange wir gewinnen, ist es egal, wer die Tore schießt.“
Torlos blieb die Fortuna in der vergangenen Woche beim 0:0 gegen den Bonner SC . Die Mannschaft von Trainer Matthias Mink war zwar über weite Strecken tonangebend, scheiterte jedoch an der kompakten Defensive des Gegners. Zudem mangelte es an Spielglück und Intensität. „Man muss die vergangenen Wochen betrachten. Wir hatten sehr, sehr intensive Spiele gegen Oberhausen, Gütersloh und Aachen. Gegen Bonn fehlte uns etwas die Energie“, erklärt Wirtz.
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„Das muss man uns zugestehen. Wir haben uns dennoch geärgert. Das Spiel gegen Bonn hat sich wie eine Niederlage angefühlt. Wir müssen diese Gier, die uns gegen Bonn etwas gefehlt hat, wieder auf den Platz bringen.“
Am besten schon am Samstag beim 1. FC Bocholt (Stadion am Hünting, 14 Uhr). Die Mannschaft von Trainer René Lewejohann hat zuletzt zweimal gewonnen – zunächst im Pokal gegen Rot-Weiß Oberhausen, dann in der Liga bei den Sportfreunden Siegen.
Mit Kapitän Arnold Budimbu sowie Dominik Lanius und Stipe Batarilo stehen den Kölnern zudem drei Ex-Spieler der Fortuna gegenüber. „Vor der Saison wurde Bocholt als Favorit gehandelt. Wir wissen alle, dass sie eine sehr starke Mannschaft haben. Sie werden offensiver agieren als der Bonner SC. Bocholt bringt Spieler mit, die offensiv spielen wollen und vorne gerne hoch anlaufen“, sagt Wirtz.
Drei Ex-Fortuna-Profis in Bocholt
Ob die Ex-Fortunen noch ein paar Prozentpunkte zusätzlich aus sich herauskitzeln? Wirtz hält das für wahrscheinlich. „Gegen seinen Ex-Verein zu spielen, motiviert jeden Spieler noch einmal extra. Man will sich beweisen. Wie es bei anderen ist, kann ich nur schwer beurteilen, aber ich denke, das ist normal, dass das noch mal pusht.“
Fortuna hingegen will die Tabellenführung und die sechs Punkte Vorsprung wahren. Druck, das versichert Wirtz, mache sich in der Mannschaft trotzdem keiner: „Wir sind klar im Kopf. Natürlich schaut man nach dem Spieltag auf die Konkurrenz, aber in erster Linie versuchen wir, nur auf uns zu schauen. Wir haben uns ein komfortables Polster aufgebaut. Unser Ziel ist es, eine bessere Rückrunde als die Hinrunde zu spielen. Wir dürfen das Unentschieden gegen Bonn nicht größer machen, als es ist. Es ist normal, dass man nicht einfach durchmarschiert, sondern dass solche Spiele kommen, in denen das Spielglück fehlt und es eng wird. Da müssen wir ruhig bleiben.“
Gleichwohl: Ein Ausrutscher könnte den hart erarbeiteten Vorsprung schrumpfen lassen. Verhindern wollen das rund 300 Fortuna-Anhänger, die in Bocholt erwartet werden. „Wir nehmen die Entwicklung in der Mannschaft wahr. Wir merken, dass mehr kommen, die Stimmung besser wird. Das pusht uns enorm. Je besser die Stimmung ist, desto geiler ist das Gefühl auf dem Platz. Wobei man auch sagen muss, dass die Geschäftsstelle beim Marketing einen super Job macht.“
Und sollte es mal nicht wie erhofft laufen, ist auf den Rückhalt von den Rängen Verlass, sagt Wirtz: „Die Fans und die Ultras haben ein super Gespür für uns und sehen, dass wir immer alles geben. Und wenn sie merken, dass es mal nicht so läuft, pushen sie uns umso mehr. Wir ziehen an einem Strang, der Austausch ist super.“


