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HandballLongericher SC entfaltet in Homburg seine Offensivstärke

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27.09.2024, Handball-Longericher SC Köln - TuS Opladen

mitte: Nico Pyszora (Longerich)

Foto: Uli Herhaus

Nico Pyszora (beim Wurf) erzielte sechs Tore für den Longericher SC. 

Drittliga-Team von Trainer Christian Stark setzt sich beim Tabellenletzten dank einer starken zweiten Halbzeit mit 37:31 durch.

Der Longericher SC hat seine starke Form auch in der Partie beim TV Homburg bewiesen. Am Samstagabend gewannen die Handballer von Trainer Christian Stark in der Dritten Liga Süd-West beim Tabellenletzten mit 37:31 (14:15).

„Der Gegner hat sich vehement gegen die Niederlage gestemmt und uns alles abverlangt, was wir im Tank hatten“, erklärte der LSC Coach. „Ich bin zufrieden, weil wir eine sehr geschlossene Leistung gezeigt haben.“

Wir haben das Spiel über die höhere Geschwindigkeit an uns gerissen
Christian Stark, Trainer des Longericher SC

Die Kölner fanden gut in die Partie und lagen mit 5:2 vorn. Doch die Führung verlieh den Gästen nicht die gewünschte Sicherheit, im Gegenteil: Sie gestatteten dem Schlusslicht zu viele einfache Treffer, während sie selbst mit ihren Möglichkeiten leichtfertig umgingen. Homburg glich zunächst aus und nahm sogar eine knappe Führung mit in die Pause.

Dennoch sah Coach Stark keinen Grund, seine taktische Ausrichtung komplett zu verändern, stattdessen nahm er kleinere Modifikationen vor. Nach dem Seitenwechsel arbeitete Longerich aggressiver in der Abwehr und schloss seine Angriffe häufiger per Tempogegenstoß oder in der zweiten und dritten Welle ab. „Wir haben das Spiel über die höhere Geschwindigkeit an uns gerissen“, meinte Stark, der beim 27:22 einen vorentscheidenden Vorsprung seines Teams notierte.

Homburg gab sich nicht auf, doch näher als auf zwei Tore ließ der LSC den Gegner nicht mehr herankommen. „Wir sind nicht nervös geworden, haben in der zweiten Halbzeit 23 Tore erzielt und wieder einmal gezeigt, dass wir den besten Angriff der Liga haben“, lobte Stark. Die Kölner haben mit 805 Treffern (739 Feldtore/66 Siebenmeter) zwar weniger Tore erzielt als die HG Saarlouis (816/753/63), allerdings auch eine Partie weniger absolviert.

Spieler des Longericher SC gehen über die Schmerzgrenze hinaus

Neben der starken Angriffsleistung zeigte sich Stark beeindruckt von der Bereitschaft seiner Spieler, über die Schmerzgrenze hinauszugehen. „Einige waren angeschlagen, haben ihre Wehwehchen aber zurückgestellt, das hat mich sehr gefreut.“ Da aufgrund der Länderspielphase ein freies Wochenende bevorsteht, bekommen die Kölner Zeit, ihre Blessuren auszukurieren.

Longericher SC: Babic, Kull; Pyszora (6), Henrich (2), Niehaus (6/2), Richter (4), Leitz, Schulz (5/1), Kaysen (5), Nolting (2), Kremp, Becker (1), Kämper (6).