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Nahost-Krieg bremst deutsche WirtschaftKonjunkturerwartungen brechen ein

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Hamburger Hafen

Der Ölpreisschock trifft die Stimmung in der Wirtschaft (Archivbild)

Die wirtschaftlichen Aussichten für Deutschland trüben sich wegen des Nahost-Konflikts deutlich ein. Welche Folgen hat dieser Einbruch?

Finanzfachleute befürchten zunehmend, dass der Konflikt im Nahen Osten den prognostizierten Aufschwung der deutschen Konjunktur ausbremst. Wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim bekannt gab, fielen die ZEW-Konjunkturerwartungen im März gegenüber dem Vormonat um 58,8 Punkte und erreichten einen Wert von minus 0,5 Punkten. Ein deutlich moderaterer Abfall auf plus 39,2 Punkte war von Ökonomen im Durchschnitt prognostiziert worden, wie die Nachrichtenagentur „dpa“ meldet.

„Die Eskalation im Nahen Osten treibt die Energiepreise massiv nach oben und sorgt für steigenden Inflationsdruck“, erläuterte ZEW-Präsident Achim Wambach den Vorgang. Darüber hinaus zeigten sich die konsultierten Finanzmarktspezialisten pessimistisch hinsichtlich einer baldigen Beilegung der Auseinandersetzung. Das ZEW-Barometer basiert auf der regelmäßigen Befragung von Analysten sowie Investoren.

Einschätzung der aktuellen Situation positiver als prognostiziert

Ungeachtet der düsteren Prognosen gab es eine leichte Aufhellung bei der Beurteilung der gegenwärtigen wirtschaftlichen Verfassung. Der zugehörige Index kletterte um 3,0 Zähler auf einen Stand von minus 62,9 Punkten. Im Gegensatz dazu hatten Wirtschaftswissenschaftler einen Abfall auf minus 68,0 Punkte vorhergesagt.

Deutsche Bank korrigiert Wachstumserwartung nach unten

Ein sich abzeichnender Schock bei den Energiepreisen könnte den Aufschwung der deutschen Wirtschaft merklich verlangsamen, äußerte Marc Schattenberg, Ökonom bei Deutsche Bank Research. Er führte aus: „Wir haben unsere Wachstumsprognose für 2026 auf 1 Prozent abgesenkt.“

Trotzdem erwarte man nicht, dass der Aufschwung gänzlich stoppt, fügte Schattenberg hinzu. Man halte insbesondere wegen der staatlichen Anreize durch milliardenschwere Investitionen in Verteidigung und Infrastruktur an der Wachstumsvorhersage von 1,5 Prozent für 2027 fest. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.