Veronika Grimm, eine der „Wirtschaftsweisen“, bemängelt die Energie-Beschlüsse der Bundesregierung. Anstelle kurzfristiger Hilfen plädiert sie für weitreichende strukturelle Änderungen.
„Zu kurzfristig gedacht“Wirtschaftsweise hält Maßnahmen der Regierung für verfehlt

Fordert grundlegende Reformen, statt Hilfen mit der Gießkanne: die «Wirtschaftsweise» Veronika Grimm. (Archivbild)
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Die Ökonomin Veronika Grimm, bekannt als „Wirtschaftsweise“, beurteilt die jüngsten Entscheidungen der Bundesregierung zur Bewältigung der Energiekrise als unzureichend. Die ergriffenen Schritte seien „zu kurzfristig gedacht und nicht zielgenau“, erklärte die Volkswirtin laut Deutscher Presse-Agentur (dpa) bei einer Veranstaltung in Frankfurt.
Anstatt eilig Hilfspakete zu verabschieden, müsse die Regierungskoalition fundamentale Neuausrichtungen angehen. Dies forderte Grimm in ihrer Funktion als Beraterin der Regierung und Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.
Grimm: Echte Strukturreformen nützen den Bürgern nachhaltig
Die Politik mache es sich „scheinbar einfacher, sich von Krise zu Krise zu hangeln und dann damit zu punkten, dass sie punktuell auf Entwicklungen, die uns treffen, reagiert“, zitierte die dpa die Ökonomin. Anstatt tiefgreifende Anpassungen bei Renten-, Unternehmens- oder Einkommensteuer anzustoßen, um die allgemeinen Bedingungen in der Bundesrepublik zu stärken, sei eine kurzfristige Reaktion politisch vorteilhafter.
Grimm unterstrich die dringende Notwendigkeit für Deutschland, das seit Längerem eine konjunkturelle Schwäche aufweist, sich seinen strukturellen Herausforderungen zu stellen. „Das hilft den Menschen auch im eigenen Portemonnaie viel mehr als ein kurzfristiger Rabatt, den man sich ja teuer erkauft auf Kosten der künftigen Generationen.“
Inhalte des Regierungs-Entlastungspakets
Nach mehrtägigen Debatten über die Kompensation der gestiegenen Energiekosten einigte sich die Regierungskoalition auf zeitlich befristete Steuererleichterungen für Autofahrer. Für einen Zeitraum von zwei Monaten ist eine Reduzierung der Abgaben auf Diesel und Benzin um circa 17 Cent brutto je Liter vorgesehen. Arbeitnehmer haben überdies die Möglichkeit, eine abgabenfreie Sonderzahlung von 1.000 Euro von ihrem Unternehmen zu erhalten. (red)
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