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Dauer vorab abschätzenTiefgarage am Bürgeramt Kalk stellt auf Parkscheinautomaten um

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In der Tiefgarage unter dem Bürgeramt in Kalk muss man nun zu Anfang ein Parkticket bezahlen und sichtbar ins Auto legen.

Bislang zog man in Kalk beim Einfahren ein Ticket und zahlte kurz vor dem Ausfahren. Jetzt müssen sich Autofahrer umstellen. Was der Grund für die Neuerung ist.

Die Tiefgarage unter dem Bürgeramt Köln-Kalk dürfte bei Autofahrern zuletzt für Verwirrung gesorgt haben: Während man bis zum vergangenen Monat wie üblich einfahren, einen Parkschein ziehen und kurz vor der Ausfahrt zahlen konnte, muss jetzt wie auf vielen oberirdischen Parkplätzen und an Straßenparkbuchten ein Parkticket am Automaten gezogen und sichtbar ins Auto gelegt werden. Parkende müssen also vorab einschätzen, wie lange sie vermutlich parken werden.

Hier geht nichts mehr: Die alten Automaten wurden abgeklebt.

Die alten Automaten sind abgedeckt und verklebt, stattdessen stehen inzwischen am Rand wenige Parkscheinautomaten. „Viele sehen das nicht“, berichtet ein Kölner, der regelmäßig das Parkhaus nutzt, „manche denken, sie dürften jetzt kostenlos parken, alle anderen schütteln nur den Kopf.“ Das bisherige System habe funktioniert, das neue hält er für Unsinn: „Gerade Leute, die zum Bürgeramt müssen, wissen vorher ja nicht, wie lange sie in der Schlange stehen werden.“

Stadt Eigentümerin, Contipark Betreiber

Die Umstellung steht im Zusammenhang mit dem Auslaufen der bisherigen technischen Anlagen und der dazugehörigen Wartungsverträge, sagt Muhammad Uz, Regionalleiter von Contipark. Während die Stadt Köln Eigentümerin der Tiefgarage ist, ist Contipark der Betreiber – und somit zuständig für das Ticketsystem. „Für den Weiterbetrieb der Tiefgarage waren daher Anpassungen erforderlich“, erklärt Uz. Contipark habe der Stadt eine Modernisierung der bestehenden Parktechnik angeboten. Dies bestätigt auch die Stadt: „Aufgrund der Höhe der Auftragssumme konnte eine Beauftragung durch die Stadtverwaltung nicht erfolgen.“

Vor diesem Hintergrund sei, so Uz, eine alternative Lösung gewählt worden, die den zuverlässigen Betrieb der Tiefgarage weiterhin ermögliche. „Uns ist bewusst, dass Veränderungen im gewohnten Ablauf zunächst ungewohnt sein können“, sagt Uz. „Ziel der Umstellung war es, eine praktikable und wirtschaftlich tragfähige Lösung zu finden, damit der Standort dauerhaft nutzbar bleibt.“

Betreibervertrag endet zum Jahresende

Wie lange das jetzige System bestehen bleibt und ob es wieder geändert werden könnte, sei derzeit nicht absehbar. Der bestehende Betreibervertrag endet zum Jahresende, teilt Muhammad Uz von Contipark mit: „Im Anschluss ist eine Neuausschreibung vorgesehen. Welche technische Lösung künftig eingesetzt wird, hängt von den Entscheidungen im Rahmen dieses Verfahrens ab und liegt nicht allein bei Contipark.“

Grundsätzlich seien Parksysteme mit verschiedenen Zahlungsmöglichkeiten denkbar. Welche Lösung kommt, sei Bestandteil der anstehenden Ausschreibung und der Investitionsentscheidungen der Eigentümerin. „Im Rahmen der erneuten Ausschreibung des Betriebs der städtischen Tiefgaragen und Parkhäuser werden Regelungen zur Erneuerung der Parkierungsanlagen geprüft“, teilt die Stadt mit.

Bis zur anstehenden Umschreibung wird das Bezahlsystem über die Parkscheinautomaten bestehen bleiben. Es muss also direkt nach dem Parken ein Parkschein gelöst werden.