Das Wallraf-Richartz-Museum muss während der Sanierung für rund zwei Jahre schließen. Nun braucht es Experten zum Abtransport der Kunstwerke.
Knapp 2000 hochwertige GemäldeStadt Köln sucht Spezialisten, um Museum leer zu räumen

Das Wallraf-Richartz-Museum in der Innenstadt.
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Die Stadt Köln sucht noch bis zum 7. April eine Firma, die die rund 1850 Gemälde des Wallraf-Richartz-Museums (WRM) abtransportiert und lagert, damit die Stadt das WRM instandsetzen lassen kann.
Das Museum besitzt nach eigenen Angaben eine der wichtigsten Sammlungen mittelalterlicher Malerei weltweit. Dabei geht es um Kunst aus dem 13. bis zum 20. Jahrhundert, die teils sehr viel wert ist.
Zu den Anforderungen für die Kunstpacker heißt es in der Ausschreibung: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die als Kunstpacker zum Ausführen der Arbeiten im Museum tätig werden, müssen mindestens drei Jahre als Kunstpacker tätig und an Weiterbildungen im Bereich Arthandling in den zurückliegenden zwei Jahren teilgenommen haben.“
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Mindestens zwei Jahre geschlossen
Das Museum soll ab September komplett schließen. Zunächst waren rund eineinhalb Jahre vorgesehen (wir berichteten im Januar 2025).
Doch mittlerweile ist eine Wiedereröffnung des Hauses von 2001 erst für das vierte Quartal 2028 vorgesehen, also Oktober bis Dezember. Demnach ist das WRM mindestens zwei Jahre geschlossen.
Gesamtkosten von rund 160 Millionen Euro
Die Verzögerung liegt am WRM-Erweiterungsbau direkt nebenan, dessen derzeitiger Bau unter anderem aufgrund archäologischer Funde länger dauert. Beide Gebäude werden über einen unterirdischen Tunnel verbunden, weil eine Straße zwischen den Häusern liegt.
Beide Häuser sollen zeitgleich eröffnen. Die Instandsetzung ist mit 29,6 Millionen Euro angesetzt, die Erweiterung mit 129,7 Millionen Euro.

Die Visualisierung zeigt das Wallraf-Richartz-Museum (rechts) und den darunter geplanten Anbau.
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Die beauftragte Firma soll zunächst die Kunstwerke aus dem Depot bis 31. Juli 2026 abtransportieren, dann folgen jene aus der Ausstellung bis 31. August.
Die Firma muss auch einen Lagerungsort finden: „Der Lagerungsort muss eine möglichst geringe Entfernung zum Museum aufweisen (geringeres Sicherheitsrisiko hinsichtlich des Transportwegs, Beschränkung der Belastung für das Kunstgut, Erreichbarkeit für das Museumspersonal).“
Im März 2028 soll die Firma die Kunstwerke zurück zum WRM transportieren, danach erfolgen die Inbetriebnahme und Übergabe des fertigen Hauses an das Museum sowie die Wiedereröffnung.

