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Im Einsatz fürs VeedelWas Ratsfrau Elfi Scho-Antwerpes für Dellbrück tun kann

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Eine Frau mit blondem Haar und ein Mann mit grauem Haar stehen auf einer belebten Straße.

Elfi Scho-Antwerpes, Ratsmitglied für den Wahlkreis Dellbrück, und Rainer Drese

In Dellbrück werden manche Themen endlich angegangen, anderes hakt. Ein Blick ins Veedel mit der zuständigen Ratsfrau Elfi Scho-Anwerpes.

In Dellbrück, so scheint es manchmal, verändern sich die Dinge nur langsam. Bauverfahren wie der Thurner Hof brauchen ewig, die Dellbrücker Hauptstraße entwickelt sich nur schleppend. Doch wie ist die Lage in Dellbrück wirklich? Ein Blick ins Veedel mit Elfi Scho-Antwerpes, Ratsmitglied für den Wahlkreis Dellbrück, und Bürger Rainer Drese.

„Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“, sagt Scho-Antwerpes, „aber häufig müssen die Bürgerinnen und Bürger den Weg selbst finden“. So würde der Stadtteil vor allem durch Einwohner und Einwohnerinnen lebenswert, nachhaltig und bunt gestaltet werden. „Meine Aufgabe ist es, das alles politisch einzubringen“, ist die SPD-Ratsfrau überzeugt. 

Köln-Dellbrück: Thurner Hof soll künftig Öffentlichkeit zur Verfügung stehen

So Beispielsweise beim Thurner Hof, der nach jahrelangem Leerstand künftig wieder für die Öffentlichkeit geöffnet nutzbar sein soll. „Die Leute konnten sich für das Interessenbekundungsverfahren bewerben und das soll im ersten Quartal entschieden werden“, berichtet Scho-Antwerpes, „Das macht mich wirklich froh, dass da endlich Bewegung drin ist“. So auch am Dellbrücker Marktplatz, auf dem im November die Umgestaltung begonnen hat. 

Solche Nachrichten würde sich Scho-Antwerpes auch für das Haus 1006 an der Bergisch Gladbacher Straße auch wünschen. Die Fassade des denkmalgeschützten Gebäudes soll seit längerem saniert werden. „Der Verein hat ein großes Problem mit der Baugenehmigung“, sagt Rainer Drese, „wenn sie bis März keine Genehmigung haben, wird die Finanzierung schwierig“. Der Antrag sei vor Monaten gestellt worden, doch bisher ohne Rückmeldung.

Die Stadt könne dazu auf Anfrage dieser Zeitung wenig sagen, da es sich um ein laufendes Verfahren handelt: „Ganz allgemein und nicht auf diesen Einzelfall bezogen kann eine bauordnungsrechtliche Prüfung abgeschlossen werden, wenn alle Antragsunterlagen mängelfrei vorliegen“.

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg, aber häufig müssen die Bürgerinnen und Bürger den Weg selbst finden.
Elfi Scho-Antwerpes, Ratsmitglied für den Wahlkreis Dellbrück

Es gebe einfach Themen, die stockend voran gehen, meint Scho-Antwerpes. So zum Beispiel die Umgestaltung der Dellbrücker Hauptstraße, welche mit einem BV-Beschluss attraktiver werden sollte. Vor allem sollten Bäume gepflanzt und Sitzgelegenheiten geschaffen werden. Dies ist bisher nicht geschehen. „Uns wurde mitgeteilt, dass kein Personal und kein Geld dafür da sind und das Thema keine Priorität hat“, sagt Rainer Drese.

Auf Anfrage dieser Zeitung teilt die Stadt Köln mit, dass die Dellbrücker Hauptstraße für das Straßenbaumkonzept als ungeeignet eingestuft wurde, da Konflikte mit Versorgungsleitungen bestehen. Zunächst sollen prioritär die beschlossenen Standorte des Konzeptes umgesetzt werden. „Parallel werden mit den Versorgungsunternehmen Möglichkeiten erarbeitet, wie in Zukunft auch in unmittelbarer Nähe zu Leitungen Baumpflanzungen realisierbar sein können“. Alternative Möglichekeiten der Bepflanzung seien nicht vorgesehen.

Scho-Antwerpes schlägt vor, Baumkübel aufzustellen, wie es sie in der Innenstadt gibt. Dies sei jedoch laut Stadt mit einem erhöhten Unterhaltungsaufwand verbunden: hoher Wässerungsaufwand, Reparatur der Baumkübel und erhöhter Aufwand für die Pflege der Unterpflanzung und der Bäume. 

Dellbrücker Hauptstraße: Baumplanzung wird nicht umgesetzt

Eine Ausweitung auf andere Stadtbezirke als Bezirk 1 sei aufgrund der fehlenden betrieblichen und finanziellen Kapazität aktuell nicht geplant. „Da schauen wir doch mal, ob wir noch irgendwas machen können“, sagt Scho-Antwerpes, „wo ein Wille ist...“ Die Bürgerinnen und Bürger würden sich zudem wünschen, dass der Verkehr in der Straße beruhigt wird. Die Frage sei im Moment nur noch in welcher Form. Der Runde Tisch Dellbrück wolle diesbezüglich demnächst auf die BV zugehen.

Zuversichtlich schaut Elfi Scho-Antwerpes auf die anstehenden Forschungsbohrungen auf dem ehemaligen Sportplatz am Thurner Kamp. „Ich habe mir diese Bohrungen mal in Neuss angeguckt und mit dem Unternehmen gesprochen und die machen einen guten Eindruck“, sagt Scho-Antwerpes. „Sie stehen bereit für Bürgerinnen und Bürger, wollen MINT Werbung und Besichtigungen möglich machen.“ Außerdem würden sie sofort aufhören, wenn sie etwas gefunden haben. „Und dann soll die Fläche für Kinder nutzbar gemacht werden, das ist super“, sagt Scho-Antwerpes. 

Das bestätigt auch die Stadt: „Das Sportamt hält an der mit dem Verein abgesprochenen Planung fest, den westlichen Platz als Fläche für mögliche Ausgleichspflanzungen für Baumaßnahmen auf Sportanlagen im gesamten Kölner Stadtgebiet vorzusehen. Nach Abschluss der Bohrungen durch den Geologischen Dienst wird die vorhandene Wiesenfläche wiederhergestellt. Der Verein kann diese Fläche dann zu Trainingszwecken mit Kindergruppen nutzen.“