In Mülheim waren 56 Gruppen unterwegs, darunter zahlreiche Schülerinnen und Schüler, die die Jecken am Straßenrand großzügig bedachten.
„Mer dun et för Müllem“Mit viel Herz und Kamelle ging es durchs Veedel

Die Gruppe der Rheinschule GGS Mülheimer Freiheit verteilte fleißig Kamelle.
Copyright: Uwe Weiser
Pünktlich und traditionsgemäß startete um 14.11 Uhr der Mülheimer Zoch am Veilchendienstag und feierte damit Karneval im Veedel. Schon an Weiberfastnacht war der Straßenkarneval auf dem Wiener Platz eröffnet worden, am Dienstag wurde er dann noch einmal vollends ausgelebt. Mit rund 1.100 Teilnehmern zog der Zoch unter dem Motto „Mer dun et för Müllem“ durchs Veedel. Fünf Kilometer legten die Gruppen von der Berliner Straße über die Mülheimer Freiheit, den Mülheimer Bahnhof und die Frankfurter Straße bis zum Wiener Platz zurück.
Müllemer Böötche und Rheinnixe
Mit 56 Fußgruppen und Festwagen hatten sich die Teilnehmenden wieder einiges vorgenommen, um Freude und Spaß zu verbreiten und das vaterstädtische Fest gebührend zu feiern, sagt Zugleiter Michael Pohl. Und so war es dann auch am Dienstag. Während es Strüßjer und Kamelle regnete, standen etliche Jecke am Straßenrand und genossen das Fest und die Musik.
Ein Großteil der Gruppen stellten Grund-, Realschulen und ein Gymnasium aus dem Veedel, aber auch diverse Stammtische, Vereine und Gesellschaften waren mit dabei. Besonders der Schmerzfrei e.V. freut sich dieses Jahr über die erneute Teilnahme, denn der Verein feiert diese Session elfjähriges Jubiläum. Der Verein hatte sich 2015 gegründet und gehört seitdem zum Mülheimer Karneval.
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Der Wagen der KG Müllemer Junge Alt- Mülheim hat auch Mädcher zu bieten. r
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Auch mit dabei war die IG Müllemer Böötche. Kostümiert als Kapitän, Schiffsjunge, Rheinnixe verteilten die Mitglieder kleine Faltboote an die Jecken am Straßenrand, um an die Tradition des Müllemer Böötche zu erinnern. Denn dieses hält nicht mehr in Mülheim, seitdem im Dezember 2019 ein Tankschiff den Schiffsanleger am rechten Rheinufer beschädigte.
Besonders freut sich Zugleiter Michael Pohl über die Teilnahme der Große Mülheimer KG, die nach jahrelanger Pause erstmalig wieder dabei ist und es hoffentlich, wenn es nach Pohl ginge, auch bleibt. Ganz nach dem Motto betont Pohl außerdem: „Es lebe das Ehrenamt, ohne das nichts funktionieren würde, auch nicht in Mülheim“.
