Es gibt eine Programmförderung, aber auch temporäre und dauerhafte Spielstätten können sich um Mittel bewerben.
Bis zu 10.000 Euro pro AntragOpen-Air-Veranstalter können ab sofort Mittel bei der Stadt Köln beantragen

Open-Air Programm an der Südbrücke. (Archivbild aus dem Jahr 2022)
Copyright: Michael Bause
Bald ist Frühling und Open-Air-Veranstaltungen erfreuen sich bei den Kölnern und Kölnerinnen großer Beliebtheit. Die Stadt Köln unterstützt Veranstalter auch in diesem Jahr: Das Kulturamt schreibt erneut Fördermittel für Freiluft-Projekte auf Kölner Stadtgebiet aus. Initiativen und Veranstalter der freien Szene können ab sofort Anträge stellen.
Eine eigene Bühne ist dafür nicht erforderlich. Pro Antrag können bis zu 10.000 Euro zugeteilt werden. Gefördert werden zum Beispiel Theater, Musik, Performance, Kunst und Literatur. Die Anträge werden in der Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet – bis die Fördermittel erschöpft sind. Antragsteller können sich im Referat für Popkultur und Filmkultur beraten lassen, Ansprechpartner ist Till Kniola.
Open-Air in Köln: Von April bis Oktober geht die Saison
Parallel dazu vergibt das Kulturraummanagement der Stadt erneut Mittel aus dem Open-Air-Infrastrukturfonds. Damit werden bestehende oder neu erschlossene Freiluft-Spielstätten gefördert – sowohl temporäre Flächen als auch Orte, die langfristig für Kulturveranstaltungen genutzt werden sollen wie zum Beispiel der Osthof der Hallen Kalk, der bereits zwei Mal ein Freiluft-Programm auf die Beine gestellt hat. Der Kulturausschuss der Stadt Köln hat für 2026 – wie für 2025 – bis zu 100.000 Euro für diese Vorhaben freigegeben.
Voraussetzungen sind unter anderem eine möglichst lange Bespielung während der Saison von April bis Oktober, ein vielfältiges Programm sowie eine nachhaltige Planung. Die Förderung deckt bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten ab und gilt ausschließlich für Einrichtung und Betrieb der Spielstätten. Anträge sind ohne Frist direkt beim Kulturraummanagement einzureichen – nicht über das allgemeine Förderportal.
Die Erschließung von Open-Air-Locations war und ist im dicht bebauten Köln seit Jahren ein Problem. Zuletzt gab es auch Positives: Das Kulturraummanagement (KRM) der Stadt nahm 2021 seine Arbeit auf, um die langwierigen Genehmigungsverfahren zu vereinfachen und die Kommunikation mit Veranstaltern zu erleichtern.
Und mit dem Osthof der Hallen Kalk kam 2024 eine neue Fläche hinzu. Sophia Legge von der Klubkomm sagte vergangenes Jahr, dass es Bedarf nach kleinen, möglichst niedrigschwelligen Flächen gebe, wo sich Newcomer ausprobieren könnten. „Zum anderen haben wir auch den Bedarf nach einer großen Fläche.“

