Ein Auto ist in das Gotteshaus in Michigan gefahren. Das FBI ermittelt wegen des Verdachts eines gezielten Gewaltakts.
„Antisemitischer Terror“Entsetzen nach Angriff auf US-Synagoge

Das FBI ermittelt nach dem Angriff auf eine Synagoge in Michigan.
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Der jüngste Anschlag auf eine Synagoge im US-Bundesstaat Michigan hat auch in der katholischen Kirche Trauer und Empörung ausgelöst. Die Konferenz der Europäischen Rabbiner sprach von antisemitischem Terror und lenkte den Blick auch auf Anschläge gegen Synagogen in europäischen Ländern.
Der Erzbischof von Detroit, Edward Weisenburger, erklärte: „Wir stehen in Solidarität mit unseren jüdischen Brüdern und Schwestern.“ Ein Angriff auf eine Glaubensgemeinschaft verletze alle Gläubigen. „Gemeinsam beten wir für ein Ende der Gewalt und für einen tieferen Frieden in unserer Welt“, so der Geistliche.
„Diese Welle antisemitischer Gewalt entsteht nicht aus dem Nichts“
Der Präsident der Europäischen Rabbinerkonferenz, Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt, sagte am Freitag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA): „Wenn Synagogen attackiert werden, ist das kein Vandalismus, es ist antisemitischer Terror.“ Er bedrohe demokratische Gesellschaften überall.
„Diese Welle antisemitischer Gewalt entsteht nicht aus dem Nichts. Sie wird angeheizt durch extremistische Ideologien und durch staatliche Akteure, allen voran das iranische Regime, das seit Jahren Hass gegen Juden propagiert und Terror gegen jüdische Ziele weltweit unterstützt“, so Goldschmidt. Europa und die freie Welt müssten dieser Realität ins Auge sehen. „Das Regime in Teheran wirkt als Brandbeschleuniger des globalen Antisemitismus.“ Wer jüdisches Leben ernsthaft schützen wolle, müsse diese Bedrohung klar benennen und ihr entschlossen entgegentreten.

Großeinsatz bei einer Synagoge in Michigan.
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Am Donnerstag war ein aus dem Libanon stammender bewaffneter Mann mit einem Lastwagen in die Synagoge des Detroiter Vororts West Bloomfield gerast. Er starb bei einem anschließenden Schusswechsel mit Sicherheitskräften. Die Polizei sprach von einem „gezielten Gewaltakt gegen die jüdische Gemeinde“. Zum Tatzeitpunkt hätten sich 140 Kinder in der Vorschule des Gotteshauses aufgehalten. Das schnelle Eingreifen des Sicherheitspersonals habe Schlimmeres verhindert. Die Reformsynagoge Temple Israel gilt als eine der größten des Landes und zählt rund 12.000 Mitglieder.
Zahlreiche Vorfälle in mehreren Ländern
Unterdessen verdichten sich die Anzeichen, dass die Attacke in Zusammenhang mit dem andauernden Nahostkrieg steht. US-Medien berichteten, dass der getötete Angreifer bei einem israelischen Luftangriff auf sein libanesisches Heimatdorf vor einigen Tagen mehrere Verwandte verloren habe. Offiziell bestätigt wurde dies bisher nicht.
Nicht nur in den USA sind jüdische Einrichtungen angesichts des Kriegs offenbar verstärkt ins Visier mutmaßlicher Terroristen geraten. In Kanada etwa gab es zuletzt mehrere Schusswaffenangriffe. Am Freitag kamen Berichte über einen Brandanschlag auf eine niederländische Synagoge hinzu. Am Montag gab es in Lüttich in Belgien vor der dortigen Synagoge eine Explosion. Verletzt wurde dabei niemand.


