Im Dorfgemeinschaftshaus in Kronenburg funktioniert der Karneval in seiner ursprünglichen Form. Der Kirchenchor sorgte für grandiose Stimmung.
„Kruneburch, loss knacke!“In Kronenburg feierten die Jecken Kappensitzung

Die „Ogdebretter Müsje“ zeigten ihren Sessionstanz bei der Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus von Kronenburg.
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In der rappelvollen ehemaligen Dorfschule feierten die Jecken aus Kronenburg ihre Kappensitzung. Die Stimmung war auch dank des Kirchenchores schlicht grandios. Ein kräftiges „Kruneburch, loss knacke!“ ist der Karnevalsruf der Jecken, was irgendwie nicht zum eher stillen Künstlerdorf-Image passen will – und gerade wohl deshalb umso besser funktioniert! Alaaf, das kann ja jeder, heißt es zur Erklärung. Und so selbstbewusst feierte man in der ehemaligen Dorfschule, die zum Dorfgemeinschaftshaus umgebaut worden ist.
Aber was heiße schon umgebaut, so Ortsbürgermeister Johannes Fahling, der mit Jan Brandenburg die Sitzungsleitung hatte: „Seien wir froh, dass beim Umbau die Ecken geblieben sind, die sollten alle weg. Jeder hat doch so seine Ecken!“ Das passte auch eher zur Karnevalsstimmung im Ecken-Saal, wo vor allem die Aktiven aus Kronenburg den größten Beifall bekamen. Und dazu gehört zweifellos der Kirchenchor.
Eigengewächse garantieren hervorragende Stimmung
Er hatte Blätter mit den Texten bekannter Karnevalslieder zum Mitsingen ausgelegt. „Rut sin die Rosen“, „Du bess die Stadt“, „Prinzessin“ und ein abgewandeltes „Hey Kruneburch, ming Dörf am See“ sollten angestimmt werden. Das ließ sich das Publikum nicht zweimal sagen.
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Aus Ogdebretter (Udenbreth) kamen die Müsje und Ogdebretter für Tanzeinlagen auf die Bühne, Ex-Ortsbürgermeister Reinhold Rader hielt seine beliebte satirische Rede aufs Dorfgeschehen, einen Gag-Auftritt hatten die „Krunenburjer Fraulück“, die auch einen jecken Tanz einstudiert hatten. Das Männerballett aus Aktiven der Feuerwehr, Mitgliedern der Freizeitmannschaft und des Junggesellenvereins war ebenfalls angekündigt.
Auch kam Unterstützung aus der Nachbarschaft: das Kaller Kinderprinzenpaar Lukas III. und Emma I. samt Gefolge der Löstige Bröder war angereist. Vor allem aber die Aktiven der KG Dahlem mit Showtanzgruppe „Soul Sisters“ und jecker Rede von Daniel Klinkhamer als „Ne Dahlemer Jung“. In Kronenburg ist die Stimmung dank eines Programms, das über weite Strecken aus dem Dorf und für das Dorf gemacht ist, hervorragend. Diesen ursprünglichen Karneval können keine zugekauften Kräfte ersetzen.

