Die Abmagerungskur in der Stadtverwaltung wird viele Bürger treffen. Die Politiker haben viel zu erklären.
KommentarDie Verluste in Leverkusen nehmen Gestalt an


In der Stadtverwaltung werden noch viel mehr Stellen gestrichen werden müssen.
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Es ist hart – und es wird noch viel härter werden. Was die vom Gewerbesteuereinbruch erzwungene Abmagerungskur für die öffentliche Verwaltung bedeutet, zeichnet sich erst in Umrissen ab. Aber schon der nun detailliert gezeigte erste Teil des Personalabbau-Konzepts birgt jede Menge politischen Sprengstoff. Es wird immer klarer: Bei der Kultur im weitesten Sinne wird es die tiefsten Einschnitte geben. Der Freudenthaler Sensenhammer ist nur der Anfang.
Aber auch Soziales und Mobilität werden Federn lassen müssen. Beispiel: Ein sehr gutes und gerade deshalb erfolgreiches Leihsystem wie das Wupsi-Rad wird auf keinen Fall weiter ausgebaut, sondern eher eingeschränkt. Gut möglich, dass das augenscheinlich weniger nachgefragte Car-Sharing komplett eingestampft wird. Das werden Entscheidungen sein, die man bei der Busgesellschaft vorbereiten muss.
Die externen Effekte sind groß
Ob Wupsi, Wildpark oder Wirtschaftsförderung: Das Sparkonzept der PD – das zeigt sich jetzt – wird enorme externe Effekte haben. Womöglich werden Leverkusenerinnen und Leverkusener das Sparen dort am meisten spüren.
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Was die politische Dimension des Personalsparplans angeht, herrscht bis hierher Ruhe. Im Hauptausschuss wurden die Vorschläge inhaltlich noch nicht gewürdigt. Das wird natürlich nicht so bleiben. Vor allem Sozial- und Kulturpolitiker werden versuchen müssen, zu retten, was zu retten ist. Das Problem: Der bisher vorliegende Teil des Sparkonzepts ist mit einem Viertel des erforderlichen Volumens dermaßen klein, dass es sich eigentlich verbietet, daran zu rütteln.
Der Stadt stehen harte Zeiten bevor. Das gilt für ihre Bürgerinnen und Bürger, aber auch ihre Politikerinnen und Politiker.




