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GrundstücksmarktberichtPreise für Wohnhäuser in Oberberg bleiben stabil

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Ein Gebäude wird errichtet, während am Horizont die Sonne aufgeht.

Die Preise von freistehenden Ein- und Zweifamilienhäusern sind von 2024 bis 2025 um ein Prozent gestiegen

Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte hat für den Oberbergischen Kreis den Marktbericht 2026 veröffentlicht.

Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte hat jetzt aktuelle Zahlen zum Immobilienmarkt im Oberbergischen Kreis veröffentlicht. Basis waren die in 2025 abgeschlossenen Kaufverträge. Dabei zeigt sich eine stabile Marktlage im Bereich der Ein- und Zweifamilienhäuser, allerdings ein Preisanstieg beim Wohnungseigentum. Insgesamt wurden 3144 Kauffälle (+6 Prozent) mit einem Flächenumsatz von 1170 Hektar (-17 Prozent) ausgewertet. Der gesamte Geldumsatz lag mit rund 671 Millionen Euro neun Prozent über dem Niveau von 2024.

Die Preise von freistehenden Ein- und Zweifamilienhäusern sind von 2024 bis 2025 um ein Prozent gestiegen und liegen somit weiterhin auf einem stabilen Niveau. Der Markt im Oberbergischen sei vergleichsweise attraktiv. Im gleichen Zeitraum haben sich die Preise   im Rheinisch-Bergischen Kreis um rund zwei und in Köln um etwa vier Prozent verteuert.

Gebrauchten Eigentumswohnungen kosten elf Prozent mehr

Dagegen stiegen die Preise von gebrauchten und neuen Eigentumswohnungen um elf beziehungsweise zwei Prozent. Für Neubauten wurde ein Wert von knapp 3800 Euro pro Quadratmeter ermittelt. In bereits bestehenden Baugebieten waren keine Preissteigerungen erkennbar. Deshalb wurde eine Anpassung der Bodenrichtwerte nur in einzelnen Lagen vom Gutachterausschuss beschlossen.

Zum zweiten Mal wurden für den Kreis Immobilienrichtwerte für die Teilmärkte „Ein- und Zweifamilienhäuser“ und „Wohnungseigentum“ beschlossen. Diese ersetzen in diesen Märkten die früher veröffentlichten Vergleichswertfaktoren. Eine ausführliche Beschreibung der Entstehung und Beispiele für die Anwendung findet man im Marktbericht, auf www.boris.nrw.de wird zur einfachen Anwendung ein „Immobilien-Preis-Kalkulator“ zur Verfügung gestellt.

Eine leichte Abnahme der Preise konnte bei landwirtschaftlichen Grundstücken verzeichnet werden: Der Bodenrichtwert fiel von 1,65 auf 1,50 Euro je Quadratmeter (-9 Prozent). Bei forstwirtschaftlichen Flächen ohne Aufwuchs (Kahlschlag) blieb der Wert mit 0,50 Euro je Quadratmeter unverändert. Mischwald wurde mit 1,15 Euro je Quadratmeter gut zehn Prozent unter dem Vorjahresniveau gehandelt, Nadelwald und Laubwald mit jeweils 1,30 Euro je Quadratmeter haben sich jedoch um etwa ein Drittel verteuert.

Der vom Gutachterausschuss herausgegebene Grundstücksmarktbericht 2026 liefert auf 123 Seiten alle wichtigen Grundstücks- und Immobilieninformationen. Er steht kostenfrei auf der Seite des Gutachterausschusses zum Herunterladen bereit.