Die interaktive Ausstellung „Echt krass!“ ist bis zum 6. Mai in der Gummersbacher Volksbank zu besichtigen.
AusstellungOberberger kämpfen gemeinsam gegen sexualisierte Gewalt

Selbstbestimmung, Grenzen setzen und Rollenbilder: Verschiedene Themen werden an den Stationen beleuchtet.
Copyright: Dennis Börsch
„Echt krass!“ Unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist das ein gängiger Ausspruch, um eine schockierende Situation oder aufwühlende Erfahrung zu beschreiben. „Echt krass!“ ist hier der Titel einer neuen interaktiven Präventionsausstellung, die sexualisierte Gewalt an Jugendlichen und unter Gleichaltrigen thematisiert. Jetzt ist die Schau im Foyer der Volksbank Oberberg im Gummersbacher Einkaufszentrum Forum, Steinmüllerallee 5, eröffnet worden. Sie richtet sich an Jugendliche ab 14 Jahren, wurde vom Institut Petze erschaffen und ist noch bis zum 6. Mai in der Kreisstadt zu sehen.
Organisiert wurde die Ausstellung vom Arbeitskreis spezialisierter Fachberatung bei sexualisierter Gewalt gegen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene der Beratungsstellen des Oberbergischen Kreises.
Finanziert per Crowdfunding mit der Volksbank Oberberg
Dazu gehören „nina+nico“ und „Der Baumhof“ in Gummersbach, die Evangelische Erziehungs-, Familien-, Ehe- und Lebensberatungsstelle „Haus für Alle“ in Waldbröl und die psychologische Beratungsstelle der Caritas „Herbstmühle“ in Wipperfürth. Die Finanzierung erfolgte über ein Crowdfunding der Volksbank Oberberg, an dem sich zahlreiche Unterstützer aus der Region sowie die Volksbank selbst beteiligten.
„Ohne die Unterstützung und Zusammenarbeit all dieser Institutionen wäre diese Ausstellung nicht möglich gewesen“, dankte Monika Weisspfennig von nina+nico, dem gemeinnützigen Verein zur Beratung von Kindern, jungen Menschen und Frauen.
An fünf Stationen werden Themenfelder beleuchtet. Diese sind sexuelle Selbstbestimmung, Grenzen und Grenzverletzungen, rechtliche Grundlagen, Rollenbilder, Beziehungsgestaltung sowie Unterstützungs- und Hilfsangebote. Darüber hinaus liegt auf den Stehtischen Infomaterial zu den Beratungsstellen aus. Jugendliche sollen durch den Inhalt der Ausstellung darin gestärkt werden, ihre Rechte, aber auch die der anderen wahrzunehmen, sich für andere und gegen sexualisierte Gewalt einzusetzen.
Gemeinsam mit weiteren Vertretern der vier beteiligten Beratungsstellen und im Beisein der stellvertretenden Landrätin Heidrun Schmeis-Noack, des stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Gummersbach, Oliver Kolben, und des Vorstands der Volksbank Oberberg wurde die Ausstellung von Weisspfennig eröffnet.
Weiterführendes Material zum Thema gibt es im Internet.

