Die evangelische Gemeinde führt an, sie wolle die Pläne wegen Hochwasserschutz und wirtschaftlichen Erwägungen ändern.
Überraschende WendungGemeinde will in Bergheim auf Kirchengrund kleiner bauen

Die Trinitatisgemeinde will an Stelle der Christuskirche in Zieverich Wohnraum schaffen. Nun hat sie die Planungen vorerst zurückgezogen.
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Die Evangelische Trinitatisgemeinde hat ihre Bauvoranfrage für die Christuskirche in Bergheim-Zieverich zurückgezogen. Das geht aus einem Brief des Architekten der Gemeinde an Bürgermeister Volker Mießeler (CDU) hervor, der im Ratsinformationssystem hinterlegt ist. Das Thema ist deshalb am Montag (4. Mai) im Stadtrat von der Tagesordnung genommen worden.
Dem Brief nach hat die Kirchengemeinde beschlossen, das Projekt noch einmal planerisch zu überarbeiten. „Hintergrund sind zum einen die Anforderungen an den Hochwasserschutz, zum anderen insbesondere die wirtschaftliche Gesamtsituation der Kirchengemeinde. Da die Gemeinde auch an weiteren Standorten investieren muss, um sich langfristig zukunftssicher aufzustellen, sind die verfügbaren Mittel sorgfältig zu priorisieren“, heißt es darin.
Bergheim: Pläne für Christuskirche sollen geändert werden
Das Projekt soll aber in einem kleineren Umfang weiterentwickelt werden. Insbesondere ist vorgesehen, die Zahl der neu zu errichtenden Wohnungen zu reduzieren. Ursprünglich war geplant, das Gotteshaus abzureißen und ein Mehrfamilienhaus mit 27 Wohneinheiten und Tiefgarage als gemeinschaftliches Mehrgenerationen-Wohnprojekt unter dem Namen „Christusquartier“ am Standort der Christuskirche zu bauen. Nun will die Gemeinde erst einmal umplanen, bevor sie das Thema erneut in den Stadtrat einbringt.
Petition für den Erhalt der Christuskirche gestartet
Vor der Ratssitzung hatte es eine Online-Petition zum Erhalt der Christukirche gegeben, die bis dato 260 Personen unterschrieben haben.
Auch die Grünen hatten vor der Ratssitzung in einem Antrag darauf hingewiesen, dass sich ein Teil des Vorhabens im vorläufig gesicherten Überschwemmungsgebiet der Erft befinde und weitere Fragen zu klären seien, auch im Hinblick darauf, inwieweit das Projekt zu tatsächlich bezahlbarem Wohnraum führen soll.