Eine Gruppe von Künstlern greift Themen wie Landwirtschaft, die Auswirkung der Tagebaue und Jahreszeiten an der Erft auf.
Kunst vor FlusslandschaftenInstallationen, Filme und Konzerte bald an der Erft zu sehen

Entlang des Laufs der Erft werden im Sommer Kunstinstallationen, Filme und Konzerte zu sehen sein.
Copyright: Ulla Jürgensonn
16 internationale Künstlerinnen, Künstler und Kollektive zeigen unter dem Titel „Muschelblume und Blei“ von Ende Juni bis Mitte September Kunst zu verschiedenen Aspekten der Erftlandschaft. Installationen, Performances, Konzerte und Kurzfilme wollen sie direkt am Erftverlauf zeigen. Themen wie Landwirtschaft, die Auswirkung der Tagebaue, Lebensgemeinschaften, Zeitverläufe und Jahreszeiten an der Erft greife die Gruppe auf, teilte die Sprecherin Marie Gentges mit.
Fragen zur Wahrnehmung unserer Umgebung, solche zum feinen Grat zwischen Fakt und Fiktion, sowie zu Migration und Heimat stelle die Ausstellung im Kontext der Umgestaltung der Erftlandschaft. Eine Umgestaltung, die sich seit 2000 Jahren vollziehe, aktuell aber angesichts des vorzeitigen Ende des Kohleabbaus 2030 noch beschleunige.
Vergleichbare Transformationsprozesse seien in vielen Regionen anzutreffen, in ihrer Dichte und Geschwindigkeit an der Erft jedoch besonders, schildert das Künstlerkollektiv. Fünf Installationen werden im Raum Euskirchen, Erftstadt/Kerpen, Bergheim, Bedburg/Bergheim und Grevenbroich von Samstag 27. Juni bis Samstag 19. September durchgehend zu sehen sein. Performances, Klanginstallationen und Filme werden zusätzlich samstags am 27. Juni in Euskirchen, am 11. Juli in Erftstadt/Kerpen, am 1. August in Bergheim, am 30. August in Bergheim/Bedburg und am 19. September in Grevenbroich dargeboten.
Orte und Uhrzeiten der Aktionen ließen sich im Moment leider noch nicht weiter konkretisieren, so die Sprecherin. Erst in den kommenden Wochen würden sie online, bei Instagram und als Newsletter veröffentlicht. Die Ausstellung wird von der Stiftung Kunstfonds und der Kunststiftung NRW gefördert und vom Erftverband unterstützt.
Dieses Kollektiv steckt hinter der Aktion
Die Ausstellung „Muschelblume und Blei“ wird von Kriz Olbricht und Anna Schütten als Kollektiv „Kvaao“ ausgerichtet. „Kvaao“ hat sich auf ortsspezifische Ausstellungsformate ohne festen Ausstellungsraum spezialisiert. Beiträge zeigen Yasmeen Al-Qaisi, Jonas Brinker, Nathalie Brum, Marie Donike & Johannes Specks, Ramòn Graefenstein, Eline Kersten, Tanja Kodlin, Lynne Gbodjrou Kouassi & Daniel Vollmond, Max Leiß, Kriz Olbricht, Sanna Reitz, Ghita Skali, Anna Schütten, Jonathan Steiger, Unofficial Hiking Society AG und Franziska Windisch. (otr)
