Die gefährlichen Verkehrspunkte an der K44/Frenzenstraße und an der Zufahrt zum Golfplatz bereiten den Bürgern seit vielen Jahren Sorgen.
K 44 in ErftstadtSo steht es um die geplanten Kreisverkehre in Konradsheim

Die K 44 soll zwischen den zwei geplanten Kreisverkehren in Konradsheim ausgebaut werden.
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An der Kreisstraße 44 in Erftstadt-Konradsheim ist es in der Vergangenheit immer wieder zu gefährlichen Situationen und zu Unfällen gekommen. Seit Jahren sind im Rahmen der Erschließung der Jahnshöfe zwei Kreisverkehre geplant: ein großer an der K44/Frenzenstraße und ein kleiner an der Zufahrt zum dortigen Golfplatz.
Wie der Rhein-Erft-Kreis auf Anfrage mitteilt, ist die Entwurfsplanung für den Ausbau der K 44 (Am Golfplatz) zwischen der L 162 (Frenzenstraße) und der Zufahrt zum Golfplatz/Haesstraße einschließlich des Umbaus der beiden Knotenpunkte zu Kreisverkehren abgeschlossen.
Geplant ist demnach, dass die K 44 zwischen den beiden Kreiseln erneuert und verbreitert wird. Zudem soll auf der Straßenseite gegenüber dem Golfplatz, also bei Schönes Leben, ein straßenbegleitender gemeinsamer Geh- und Radweg angelegt werden.
Konradsheim: Kanalplanung liegt laut Kreis erst seit Kurzem vor
Dass die zwei geplanten Kreisel noch nicht existieren, dafür spielen mehrere Faktoren eine Rolle. „Im Vorfeld des Straßenausbaus müssen sowohl in der L 162 (Frenzenstraße) als auch in der K 44 (Am Golfplatz) im Auftrag der Stadtwerke Erftstadt beziehungsweise des Erftverbandes noch umfangreiche Kanalbaumaßnahmen unter abschnittsweiser Vollsperrung beider Straßenäste durchgeführt werden“, teilt die Kreisverwaltung mit.
Weiter teilt der Kreis mit, die Kanalplanung liege erst seit Kurzem vor und werde zurzeit in die Ausführungsplanung für den Straßenausbau integriert. So müssten die Verwaltungsvereinbarungen zwischen Landesbetrieb Straßen NRW, Stadt Erftstadt und Rhein-Erft-Kreis (für den Kreisel L 163/K 44) sowie zwischen der Stadt und dem Kreis (für den Minikreisel auf Höhe der Golfplatzzufahrt) überarbeitet, abgestimmt und den zuständigen Gremien von Stadt und Kreis zur Beschlussfassung vorgelegt werden.
Als weitere Gründe dafür, dass die Planungen bislang nicht umgesetzt sind, nennt die Kreisverwaltung ungeklärte „wesentliche liegenschaftliche Fragestellungen“. So befänden sich Flurstücke, auf denen Kanäle und Radwege errichtet werden sollen, weiterhin in privatem Eigentum.
Erftstadt: Straßenbau- und Kanalbauarbeiten sind von Hotelbau abhängig
Zudem seien die Straßenbau- und Kanalbauarbeiten von der Baumaßnahme des geplanten Hotels abhängig. Parallelarbeiten seien nur in sehr begrenztem Rahmen möglich, so der Kreis. „Diesbezüglich fehlen vom Vorhabenträger allerdings zum Teil noch die geforderten Planungsunterlagen“, darunter der konkrete Bauzeitplan.
Die „Schönes Leben“-Gruppe, die die Seniorenresidenz an den Jahnshöfen betreibt, wird auch Betreiber des Hotelkomplexes. An der Ecke Frenzenstraße/K 44 ist ein Boardinghouse mit 46 Hotelzimmern und Junior-Suiten, 31 Service-Wohnungen für Senioren und der Zentrale von „Schönes Leben“ geplant. Wie Resident-Manager Dirk Reinhardt mitteilt, erwarte man noch die Bauzeitenplanung und die Freigabe des Grundstückseigentümers. Der Baustart solle dieses Jahr definitiv erfolgen, so Reinhardt.
Die gefährlichen Verkehrspunkte bereiten den Bürgern seit vielen Jahren Sorgen. So macht die IG Konradsheimer Bürger stets auf die dortigen Gefahren aufmerksam.
Wann mit Baustart zu rechnen ist? „Nach derzeitigem Kenntnisstand sollen die Kanalbauarbeiten voraussichtlich Ende 2027 abgeschlossen sein“, teilt der Kreis mit. Dies sei allerdings von den angrenzenden Bautätigkeiten für den geplanten Hotelbau abhängig.
„Im unmittelbaren Anschluss an die Kanalbauarbeiten“ müssten der Straßenausbau und der Umbau der Knotenpunkte zu Kreisverkehrsplätzen erfolgen. Grund dafür sei die enge technische Verzahnung des Kanalbaus mit dem Straßenbau.
