Unfallgefahr besteht für Radfahrende vor allem im Umfeld von Kreuzungen und Einmündungen. Der ADFC setzt dort auf farbige Fahrbahnmarkierungen.
Radverkehr in NiederkasselADFC fordert rote Markierungen an Kreuzungen

Peter Lorscheid, der Sprecher des ADFC Niederkassel, fordert die Stadt in einem Bürgerantrag auf, einen Erlass des Landes umzusetzen, mit dem die Verkehrssicherheit für Radfahrende erhöht werden soll.
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Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, lebt als vergleichsweise schwacher Verkehrsteilnehmender mitunter gefährlich. „Gefahren lauern für Radfahrende im Straßenverkehr besonders im Einmündungsbereich an Kreuzungen“, sagt Peter Lorscheid, der Sprecher des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) in Niederkassel.
Bereits im Sommer 2025 hatte der Landtag von Nordrhein-Westfalen deshalb die Landesregierung beauftragt, die Sicherheit für Radfahrende zu erhöhen, indem an Kreuzungen und Einmündungen auf Landes- und Bundesstraßen die Wege rot eingefärbt werden, über die Radfahrende geführt werden. Solche roten Markierungen sollen Standard werden, um Autofahrende auf den Radverkehr hinzuweisen.
Der ADFC möchte, dass Niederkassel einen Erlass des Landes umsetzt
Der ADFC möchte, dass solche Roteinfärbungen auch in Niederkassel Standard werden – nicht nur auf Landes- und Bundesstraßen. Denn das NRW-Verkehrsministerium hat Städten und Gemeinden ausdrücklich empfohlen, Radwegverbindungen auch auf Straßen in kommunaler Baulast rot einzufärben. Der ADFC greift diese Empfehlung jetzt auf und hat einen entsprechenden Bürgerantrag gestellt.
„Es kann nicht sein, dass der Erlass wirkungslos verpufft“, sagt Lorscheid. Für ihn gibt es zwei Stellen im Stadtgebiet, an denen eine Umsetzung definitiv ratsam wäre: in Ranzel an der Kreuzung Feldmühlestraße/Porzer Straße und in Mondorf an der Kreuzung Provinzialstraße/Rheidter Straße. An beiden Kreuzungen wird der Radverkehr mit Radfurten über sogenannte freilaufende Rechtsabbieger geführt. „Hier ist eine unverzügliche Umsetzung der Roteinfärbung und eine Überprüfung der Beschilderung angezeigt, um die Gefahrenstelle einigermaßen zu entschärfen“, sagt der ADFC-Sprecher.
Er ist aber überzeugt, dass auch an anderen Stellen im Stadtgebiet eine Roteinfärbung sinnvoll wäre, um Radfahrende zu schützen. „Die Umsetzung muss dort nicht sofort erfolgen, sondern soll spätestens dann erfolgen, wenn eine Markierung ohnehin erneuert wird“, sagt Lorscheid.

