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Open Campus DayGladbacher Fachhochschule und College sagen dem Fachkräftemangel den Kampf an

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Besucher sprechen in den Räumlichkeiten der Fachhochschule mit Dozierenden.

Einen ersten Kontakt zum potenziellen zukünftigen Arbeitsgeber konnten die Besucher des Open Campus Days knüpfen.

Konkrete Jobangebote für Interessierte bot der Tag der offenen Tür an Bib International College und Fachhochschule der Wirtschaft.

Wer die Zukunft sucht, findet sie oft hinter dicken Anmeldeformularen oder in sterilen Beratungsfluren. Doch an diesem Samstag ist alles anders. Das Bib International College und die Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) haben ihre Türen weit geöffnet. Zum ersten Mal bündeln beide Institutionen ihre Kräfte für einen gemeinsamen „Open Campus Day“. Das Ziel: Die Kluft zwischen Theorie und Praxis zu schließen, bevor sie überhaupt entsteht.

Die Flure sind belebt. Zwischen Design- und Programmierkursen oder der Ausbildung zum Contentmanager des Bib und den Business-Plänen der FHDW-Hörsäle drängen sich hunderte Besucher. Dr. Jörg Pottbeckers, der Schulleiter des Bib, erklärt die Bildungsgänge und betont: „Wir kümmern uns. Beispielsweise um das Schülerbafög: Nur weil es das gibt, heißt es nicht, dass die Schüler auch den Antrag ausfüllen. Da müssen wir nachhaken! “

Studenten sollen am Ende einen sicheren Arbeitsplatz haben

Dass dieses Modell der nahen Begleitung Früchte trägt, zeigt die Geschichte von Till Wetter. Vor acht Jahren saß er noch selbst als Student in diesen Räumen. Nach seinem dualen Studium an der FHDW arbeitet er heute als Wirtschaftsinformatiker bei Miltenyi Biotec in Bensberg. „Der Wechsel zwischen Vorlesung und Betrieb war gut und anschließend habe ich berufsbegleitend den Master gemacht“, sagt Wetter. „Freie Wochenenden werden überschätzt,“ fügt er lachend hinzu.

Peter Butt, der die FHDW leitet, erklärt: „An dem Dreieck zwischen Hochschule, Studenten und Firmen arbeiten wir. “ Die Firmen suchen qualifizierte Mitarbeiter und finanzieren das Studium. Die Studenten haben am Ende, wenn sie liefern, einen sicheren Arbeitsplatz, und die Schule sorgt dafür, dass die Studenten dabei bleiben und lernen.

In der „Professional Lounge“ machten Unternehmen konkrete Jobangebote

In der „Professional Lounge“ geht es derweil zur Sache. Regionale Unternehmen werben um den Nachwuchs. Hier wird nicht nur über Jobs geredet, hier gibt es konkrete Angebote. Der Fachkräftemangel wird hier nicht beklagt, er wird bekämpft.

Es ist ein Tag der kurzen Wege. Wer am Morgen noch unsicher war, ob Ausbildung oder Studium das Richtige ist, geht am Nachmittag oft mit einem Plan nach Hause – und vielleicht schon mit dem ersten Kontakt zum künftigen Arbeitgeber in der Tasche.