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Illegales Autorennen?Ex-FC-Spieler wollten Szenen aus Film „Fast & Furious“ nachahmen

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Die beiden Angeklagten sitzen im Landgericht neben ihren Anwälten. Das Foto entstand am Prozessauftakt im Februar 2026.

Die beiden Angeklagten sitzen im Landgericht neben ihren Anwälten. Das Foto entstand am Prozessauftakt im Februar 2026.

Im Prozess um einen Unfall auf der A555 bei Wesseling zeigen sich die beiden Angeklagten weiterhin einsilbig.

Im Prozess um das mutmaßliche Autorennten von zwei FC-Nachwuchsspielern auf der A555, bei dem am 1. Dezember 2023 eine Mutter und ihre Tochter getötet wurden, hatte der Vorsitzende Richter den beiden Angeklagten am sechsten Verhandlungstag Mitte März ins Gewissen geredet, ihre Einlassungen zu überdenken.

Insbesondere den Mercedes-Fahrer, der seinen ehemaligen Mitspieler schwer belastet hatte, nahm der Richter in den Blick. Tatsächlich milderte der 22-Jährige seine Schilderung ab. Doch nur insoweit, wie das unfallanalytische Gutachten seine ursprünglichen Angaben widerlegte.

Wir sind auf jeden Fall zu schnell gefahren, aber es war kein Wettkampf
Einer der Angeklagten

Beide Angeklagten wurden einsilbig, sobald das Gericht ihnen die Chatverläufe vorhielt, die auf Verabredungen zum Inszenieren von Szenen aus der Actionfilmreihe „Fast & Furious“ hindeuten. „Wir hatten niemals die Absicht, unsere Kräfte in einer Weise zu messen, die Menschen in Situationen bringt, in denen sie das Leben verlieren“, beteuerte der Audi-Fahrer. „Wir sind auf jeden Fall zu schnell gefahren, aber es war kein Wettkampf“, positionierte sich der Mercedes-Fahrer.

In einer Sitzungspause äußerte der Großcousin der getöteten 49-Jährigen gegenüber Medienvertretern, er sei enttäuscht, dass die Situation der Hinterbliebenen und auch die Auswirkungen auf die Angehörigen der mutmaßlichen Täter vor Gericht so wenig zur Sprache kämen.

Der Prozess wird nach einer Unterbrechung in den Osterferien am 13. April fortgesetzt.